Das St. Veiter Hunderudel: Hilfe für herrenlose Hunde. Familie kümmert sich um herrenlose Hunde und nimmt diese auf, bis sie ein Platzerl finden.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 16. Januar 2019 (12:30)
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Markus Schenkel und Katharina Hoder mit ihrem geliebten Hunderudel, ganz entspannt auf dem heimatlichen Sofa.

Bei Familie Schenkel wird man stets mit freundlichem Hundegebell begrüßt. Da hüpfen die blinde „Smoly“ aus Russland oder die hübsche „Bella“ aus Athen fröhlich und voll Lebensfreude umher und sogar ein „Zweibeiner“ fand bei der Familie ein Zuhause auf Zeit, um auf einen schönen Platz zu warten. Dem gesamten „Schenkel-Rudel“ steht buchstäblich das Glück ins Gesicht geschrieben.

Da gibt es kein herrisches „Hier“, „Platz“ oder sonstige Kommandos, sondern ein paar ruhige Worte und das Rudel sitzt brav und ausgeglichen um die Pfleger herum und mustert mit großem Interesse die Besucher.

Markus Schenkel und Katharina Hoder leben mit ihren zwei Kindern seit einem Jahr in St. Veit und erfüllten sich hier ihren Traum, obdachlosen Hunden, für gewisse Zeit, ein Zuhause zu bieten. Derzeit sind es zwölf Bellos, die sich friedlich und ohne räumliche Trennung in Haus und Garten frei bewegen dürfen.

„Im Vorjahr nahmen wir rund 20 Hunde auf, für die wir nette Familien gesucht haben. Alle diesbezüglichen Geschichten erzählen wir im Internet auf meiner Seite ‚Markus, Kathi und das Rudel, wo wir auch zeigen, wie es bei uns daheim so abläuft“, so Markus Schenkel, der Interessenten auch anbietet, sonntags zu einem Kaffeeplausch zu kommen.

„Im Vorjahr nahmen wir rund 20 Hunde auf, für die wir nette Familien gesucht haben"

Die Familie setzt sich sehr für Hunde in Not und „leere Käfige“ im In- und Ausland ein. „Und ab März betreuen wir ein privates Tierheim mit 50 Hunden in Not. Dafür wird derzeit eine große Spendenaktion organisiert. Benötigt werden im Moment Decken, Handtücher und Hundefutter, aber wir suchen auch Menschen, die handwerklich begabt sind.“

Wegen der neuen Tierschutzgesetze wurde auch Kontakt zu den Amtstierärzten aufgenommen und so das Konzept für eine Betriebsstätte entwickelt. Besonderer Wert wird dabei in die Seuchenvorbeugung, Sozialisierung und später die saubere Vermittlung mit Vor- und Nachkontrollen gelegt. Denn wenn den Adoptanten etwas zustoßen sollte, sollen die ehemaligen Schützlinge immer wieder zurückkommen können.

„Bei meinen Vollzeitjob ist das für mich der beste Ausgleich. Meine Frau Kathi stemmt die meiste Arbeit, wofür ich ihr gar nicht genug danken kann“, so der engagierte Tierschützer.

Die Familie liefert auch immer wieder Futterspenden in ausländische Tierheime und übernimmt auch Tierarztkosten.

Interessierte können sich gerne per Mail unter markusschenkel@gmx.at informieren. Es gibt aber auch ein Spendenkonto: Markus Schenkel AT 2312 0005 2010 580 206. Sämtliche Überbringungen werden im „Facebook“ veröffentlicht.