Baden: Gemeinsames Zeichen gesetzt. Badens Gemeinderätinnen haben sich anlässlich des Frauentages zusammen getan und eine neue Initiative gestartet. Ziel sind gemeinsame Aktivitäten und Aufgaben.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 10. März 2021 (04:33)
Frauen der Badener Stadtpolitik setzen ein starkes, Zeichen: (v.l.) Helga Krismer, Anne Sass, Patrizia Wolkerstorfer, Maria Wieser, Petra Haslinger, Andrea Kinzer, Mag.Carmen Jeitler-Cincelli, Patrizia Wolkerstorfer, Martina Nouira-Weißenböck, Judith Händler, Heidi Hofbauer, Gerlinde Brendinger, Gertraud Auinger-Oberzaucher sowie Serafina Demaku.
psb/c.kollerics

Der 110. Weltfrauentag am 8. März wurde auch in Baden gefeiert, wo erstmals alle 14 Gemeinderätinnen aus fünf Fraktionen eine gemeinsame Initiative für Frauen setzten.

„Wir wollen Frauen in Baden sichtbar machen, auf ihre Situation und Herausforderungen hinweisen, aber vor allem an Lösungen und realistischen, zeitnahen Perspektiven für eine echte Gleichstellung und faire Wahrnehmung in der Gesellschaft arbeiten“, sind sich die Mandatarinnen einig und betonen, dass „Frauenanliegen in Baden kein ‚Mascherl‘ oder eine Farbe haben“.

Alle Gemeinderätinnen sind in kontinuierlichem Austausch mit in Baden lebenden Frauen, kennen die aktuellen, unterschiedlichen Herausforderungen und wissen, dass viele Frauen – gerade auch durch die Belastungen der Krise und die mangelnde Unterstützung – am Limit sind. Jetzt gehe es darum, offen und regelmäßig darüber zu sprechen und vor allem an echten Lösungen für die Zukunft zu arbeiten. „Wir wollen Gesprächspartnerinnen und Problemlöserinnen sein und die Anliegen der Frauen in der Badener Stadtpolitik noch stärker thematisieren“, kündigen die Badener Lokalpolitikerinnen an. Aufgrund der Diversität der Gemeinderätinnen sollte jede Frau in Baden mindestens eine Gesprächspartnerin auf Augenhöhe im Gemeinderat haben – so die Überzeugung der Mandatarinnen.

„Wir wollen ein positives Signal für die Zukunft setzen und zeigen, dass Baden eine Stadt der Frauen ist“, sind sich die 14 Gemeinderätinnen einig. In Zukunft sind neben dem schon angedachten Zentrum für Kultur und feministische Forschung Frauen Talks, Frauen Stadtspaziergänge und weitere Initiativen geplant.

Als Frauenbeauftragte der Stadt sieht Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne) „Baden als urbanes, liberales Zentrum in Österreich, das aus dem Verständnis des Füreinander in der Pandemie auch in Sachen Geschlechtergerechtigkeit an Stärke gewonnen hat.“