Stadt schränkt Baufreiheit ein

Erstellt am 14. Oktober 2013 | 09:04
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Foto: NOEN, Stadt Baden
BADEN | Maximal drei Wohnungen pro Grundstück soll‘s künftig geben. Stadtspitze tüfelt Regelungen aus.
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Von Wolfgang Wallner

Wie viel Freiheit verträgt das Stadtbild? Und wie stark darf die Kommune in die Rechte der Grundeigentümer eingreifen. „Das ist ein Spagat, den wir hinlegen müssen“, räumt Bürgermeister Kurt Staska (VP) ein.

„Nur einige wenige Stellungnahmen eingelangt“

Seit fast eineinhalb Jahren gilt eine Bausperre für weite Teile des Siedlungsgebietes in der Stadt. Nun liegt der Bebauungsplan auf dem Tisch, der künftig den Rahmen für die Grundeigentümer festlegen wird. Vorgesehen ist in den typischen Einfamilienhaus-Arealen eine Beschränkung auf maximal zwei Wohneinheiten je Grundstück. Doch noch während der Auflagefrist, in der die Betroffenen Stellungnahmen abgeben können, relativiert Staska: „Wir werden nicht gegen den Willen der Betroffenen eine Maßnahme setzen, die eigentlich dem Schutz der Siedlungsgebiete vor großvolumigen Neubauten dienen soll.“ Zwar seien noch „nur einige wenige Stellungnahmen eingelangt“, sagt Baudirektor Georg Kaiser, „aber es ist ja noch bis 11. November Zeit.“

Zustimmung kommt von der SPÖ

Die Tendenz bei der Stadtführung geht jedenfalls in Richtung Lockerung gegenüber dem Plan-Entwurf. Ein Resultat, der „heftigen Proteste“, die dem Bürgermeister in den letzten Wochen entgegengeschwappt sind. „Drei Wohneinheiten könnte ich mir als Kompromiss gut vorstellen“, sagt Staska. Was der Stadtchef auf jeden Fall verhindern wil: „Dass die Badener aus dem Garten ihres Einfamilienhauses auf einen 45 Meter langen Wohnblock schauen müssen.“ Eine Anpassung des Bebauungsplanes sei „so schnell wie möglich zu erarbeiten, bis zur kommenden Gemeinderatssitzung muss eine Lösung am Tisch liegen“.

Zustimmung kommt dazu von der SPÖ. Stadtrat Markus Riedmayer sieht drei Wohneinheiten als durchaus sinnvoll an. „Zu restriktiv“ dürfe man die Beschränkungen nicht handhaben: „Denn je weniger Einheiten pro Grundstück desto heftiger schnellen die Preise in die Höhe.“

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