Berndorf: Stadt erwirbt Gebäude der Volksbank

Zentrales Gebäude im Herzen der Stadt für strategische Weiterentwicklung Berndorfs gekauft. Opposition stimmt zu.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 05:28
Lesezeit: 3 Min
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Bürgermeister Franz Rumpler und Stadtrat Christoph Prendinger freuen sich über den Kauf des Volksbankgebäudes im Herzen der Kruppstadt.
Foto: Dietmar Holzinger

Seit die Koalition, bestehend aus ÖVP, UBV, LZB und FPÖ, die Schalthebel in der Krupp Stadt bewegt, wurde bereits allerhand umgesetzt, wie zum Beispiel der Ankauf von Liegenschaften in St. Veit und Berndorf sowie der erste Teil der neuen, energiesparenden Beleuchtung in allen Ortsteilen. Jetzt wurde das Volksbankgebäude in der Ecke Alexander- und Hernsteiner Straße erworben.

Verhandlungsgeschick von Finanzstadtrat gelobt

Laut Bürgermeister Franz Rumpler (ÖVP) gibt es mit dem Verkäufer bis zur Grundbucheintragung über den Kaufpreis eine Stillschweigevereinbarung. Er versichert aber, dass sich das Gebäude mit den diversen Mieteinnahmen und einem sehr günstigen Zinssatz von selbst finanziere und verweist auf das Verhandlungsgeschick von Finanzstadtrat Christoph Prendinger (UBV).

Der Verbleib der Bankfiliale ist uns genauso wichtig, wie die zentrumsnahe Gaststätte.“ Christoph Prendinger (UBV) Finanzstadtrat

Das Gebäude besteht aus einem 1.445 m² großen Grundstück und einem 1.626 m² großem Mietobjekt in der die Volksbank, der Stadtwirt, ein Büro und sechs Wohnungen einquartiert sind, die sichere Mieteinnahmen garantieren. Ferner gibt es noch 18 Kfz- Stellplätze. Finanziert wird das Objekt aus zwei Dritteln Fremdfinanzierung und einem Drittel Eigenmittel aus einer Auflösung einer Rücklage, die im Juni 2020 von Finanzstadtrat Prendinger gebildet werden konnte.

„Wir haben seit der konstituierenden Gemeinderatssitzung in dieser Legislaturperiode schon drei Objekte angekauft, alle drei haben für die Stadtgemeinde strategische Gründe und Plätze.“ Christoph Prendinger

„Wir haben seit der konstituierenden Gemeinderatssitzung in dieser Legislaturperiode schon drei Objekte angekauft, alle drei haben für die Stadtgemeinde strategische Gründe und Plätze. Das Wohnhaus in St. Veit sichert uns Baulandreserven und der Ankauf des Objektes Hainfelder Straße ermöglicht uns, ein schon in die Jahre gekommenes Haus zu sanieren und revitalisieren, damit auch Jungunternehmer (Start-ups) leistbare Geschäftslokalitäten anmieten können“, zählt Prendinger auf.

Die aktuelle Zinspolitik lasse es laut ihm zu, „Investitionen in Immobilien zu tätigen und bei Renditen von größer als 3,5 Prozent auch nach Abzug von Zinsen, positive Rendite zu erwirtschaften.“ Prendinger ist sich sicher: „Objekte im Stadtkern sind für die strategische Weiterentwicklung unserer Stadt von großer Bedeutung.“

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt sei, „dass wir als Stadtgemeinde für eine nachhaltige Vermietung eintreten, um unsere Unternehmen in Berndorf zu halten und ihnen somit als verlässlicher und stabiler Vermieter zur Seite zu stehen. Der Verbleib der Bankfiliale ist uns genauso wichtig wie die zentrumsnahe Gaststätte, als auch die Büroräumlichkeiten in den Obergeschoßen in unserem neu angekauften Objekt“, versichert Prendinger.

„Objekte im Stadtkern sind für die strategische Weiterentwicklung unserer Stadt von großer Bedeutung.“
Christoph Prendinger

Auch die beiden Oppositionen stimmten dem Ankauf bei der letzten Gemeinderatssitzung zu. Dazu sagt Karl Borowy von der SPÖ: „Seit langem fordern wir eine Revitalisierung unserer Fußgängerzone und daher stehen wir als SPÖ Berndorf hinter dem Ankauf des Volksbankgebäudes.“ Er erinnert daran, dass die SPÖ in ihrem der Stadtregierung übergebenen Maßnahmenkatalog „den Ankauf von Grundstücken für Zukunftsprojekte in Berndorf gefordert“ habe. Borowy merkt an: „Wir haben gemeinsam mit unserem Finanzstadtrat den Finanzierungsplan angesehen und diesen als plausibel und gut eingeschätzt.“ In Zeiten, wo Verzinsungen auf einem rekordverdächtig niedrigen Niveau stehen, sei es laut SPÖ „sinnvoll in Projekte, welche entsprechendes Zukunftspotenzial haben, zu investieren“.

Ähnlich argumentiert „MUT“-Sprecherin Manuela Henrich: „Die Liste MUT befürwortet selbstverständlich Eigentumserwerb und geht davon aus, dass die interne Bewertung des Objektes dem derzeitigen Marktwert auch entspricht. Die Überlegungen zu besagtem Objekt wird die Zukunft zeigen.“

Bürgermeister dankt für einstimmigen Beschluss

Bürgermeister Franz Rumpler freut sich, „dass die Stadtgemeinde ein so großes zentrales Gebäude im Herzen von Berndorf erwerben konnte, umso mehr, da es auch wirtschaftlich Sinn macht und wir die Volksbank-Filiale auf Jahre an unsere Stadt binden konnten.“ Er „danke allen Verantwortlichen für die gute Zusammenarbeit und den Damen und Herren des Gemeinderates für den einstimmigen Beschluss“, meint Rumpler.