Forstliche Maßnahmen wegen Trockenschäden. Das Team der Badener Stadtgärten startet in den nächsten Tagen im Badener Stadtwald gezielte Pflegemaßnahmen und Aufforstungen, um den Waldbestand in den betreffenden Bereichen zu schützen und seinen Zustand zu verbessern.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 14. Januar 2020 (14:10)
Aufgrund zunehmender Trockenschäden an Schwarzföhren finden demnächst Maßnahmen zur Pflege und Verbesserung des Waldzustandes im Badener Stadtwald statt.
psb

Hintergrund sind Schäden an Bäumen, die aufgrund von Hitze und Trockenheit sowie des Kieferntriebsterbens entstehen.  Besuchern des Stadtwaldes wird bereits aufgefallen sein, dass Schwarzföhren auch in diesem Jahr wieder besonders viele braune Nadeln haben. 

Mit den Maßnahmen, die voraussichtlich zwei bis drei Monate in Anspruch nehmen werden, wird Mitte Jänner begonnen. "Bitte beachten Sie die runden gelben Tafeln, die in den betroffenen Waldbereichen auf regionale Sperren hinweisen. Die Stadtgärten Baden ersuchen Besucher des Badener Stadtwaldes, diese Sperren zur eigenen Sicherheit unbedingt zu beachten und danken für das Verständnis!", heißt es in einer Aussendung der Stadt.

Forstarbeiten unterhalb der Ruine Rauheneck sowie oberhalb des Kaiser-Franz-Josef-Museums 

In den vergangenen Jahren wurden die betreffenden Waldpflegemaßnahmen vor allem im Bereich rund um die Theresienwarte durchgeführt, 2020 sind erforderliche Durchforstungen unterhalb der Ruine Rauheneck sowie oberhalb des Kaiser-Franz-Josef-Museums vorgesehen.

Dabei werden kranke und absterbende Schwarzföhren gezielt entnommen. Aufgrund der schwierigen Geländeverhältnisse wird ein Seilkran zur bestands- und bodenschonenden Nutzung eingesetzt. Für die Abfuhr der Bäume ist die Einrichtung eines temporären Bringungsweges erforderlich. Im Umfeld des Rudolfshofs im oberen Kurpark werden die Arbeiten wie in den Vorjahren wieder mit Traktoren durchgeführt. 

Für den Frühling sind insbesondere unterhalb der Ruine Rauheneck Aufforstungen mit Eiche und Hainbuche sowie Kirsche, Bergahorn, Speierling und Elsbeere vorgesehen. Damit soll ein klimafitter Wald für die Zukunft entwickelt werden. In den anderen Waldbereichen wird auf die Naturverjüngung mit Linde und anderen Laubbäumen gesetzt.

Sämtliche Maßnahmen im Stadtwald sind mit der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Baden abgestimmt. Für Rückfragen stehen die Stadtgärten Baden zur Verfügung.