Post: Neue Zentrale nicht in Wassergasse

Erstellt am 27. Juli 2015 | 08:58
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
bad31j-PostUnterschriften-3spc
Foto: NOEN, privat
Ursprünglicher Plan, Post-Filialen mit BAWAG zusammenzulegen vom Tisch. Streit um politischen Erfolg.
Werbung

Das Hauptpostamt wird nicht – wie ursprünglich beabsichtigt – vom Kaiser-Franz-Josef-Ring in die Wassergasse übersiedeln. Die Post prüft den von Bürgermeister Kurt Staska (VP) vorgeschlagenen Standort im ehemaligen Service-Center der NÖ Gebietskrankenkasse in der Vöslauerstraße.

„Wassergasse wäre einer Verschlechterung"

Die Post/BAWAG-Gruppe habe „zur Kenntnis genommen, dass der Standort der derzeitigen BAWAG Filiale ungeeignet für die Zusammenlegung ist“, freut sich Staska, der vor allem fehlende Parkplätze als Gegenargument gebracht hatte. Nun sei man auf der Suche nach einem geeigneten Standort. „Wir wollen besseres Service. Die Wassergasse wäre einer Verschlechterung gleich gekommen, da die Verkehrssituation ein Chaos verursacht hätte.“

Die Stadtregierung habe sich um ein Treffen zwischen Post/ BAWAG und Gebietskrankenkasse bemüht. Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne): „Die Krankenkasse geht davon aus, dass ein großer Mieter wie es Post/BAWAG im Erdgeschoss sind, ein Vorteil für Bieter sein wird und jedenfalls mithilft, damit die Stadt Baden für ihre Bürger einen zentralen Standort der Post anbieten kann.“

Auf Wunsch der Stadtgemeinde prüft die Post auch den Standort am Kaiser-Franz-Josef-Ring. „Wenn die Post all ihre neuen Serviceangebote und das Bankgeschäft der BAWAG an dem alten Standort unterbringen kann, dann soll dies mangels anderer Alternativen so sein“, meint Staska.

5.965 Unterschriften „ein gewichtiges Argument"

Die Bürgerliste „wir badener“ ist indes überzeugt, dass die von ihr gesammelten 5.965 Unterschriften für den Erhalt des Hauptpostamtes den Ausschlag gegeben haben. „Sie waren ein gewichtiges Argument. Schwarz- Grün versucht, sich mit fremden Federn zu schmücken“, meint Listenchef Jowi Trenner. Stadtrat August Breininger schlug eine Übersiedlung der BAWAG von der Wassergasse ins Hauptpostamt vor.

„Damit könnte die Post ihren Kooperationsvertrag mit dem Bankinstitut erfüllen, und die Badener Bürger würden ihr Postamt behalten“, meint er. Alois Lingfeld und Ulrich Hülsmann von der Post AG haben Breininger, Trenner und Stadträtin Christine Witty zugesagt, diese Variante zu prüfen. Die drei Mandatare ersuchten auch, die Öffnungszeiten wieder auszuweiten.

Werbung