„Stoppt den Wahnsinn“. BÜRGERPROTEST / Initiativen fordern zwei Umfahrungen für die lärmgeplagte Kurstadt. „Nicht mit uns“, so die Vöslauer Grünen.

Erstellt am 11. April 2011 (00:00)

BAD VÖSLAU / „Der Autobahnanschluss Bad Vöslau wird ohne begleitende Maßnahmen den Verkehrswahnsinn in der Kur stadt nicht eindämmen“, meint Franz Witasek von der Bürgerinitiative Wiener-Neustädter-Straße erbost in einer Presseaussendung. „Das Verkehrsaufkommen auf der Wiener Neustädter Straße ist seit Eröffnung der Kottingbrunner Anschlussstelle auf Spitzenwerte über 19.000 Fahrzeuge pro Tag angestiegen.“ Witasek resignierend: „Bis heute liegt kein Gesamtverkehrskonzept vor.“ Seit kurzem gehen die Initiative Wiener Neustädter Straße und die Initiative Lebensraum Gainfarn gemeinsame Wege. Zusammen will man die Anliegen mit noch mehr Nachdruck vorbringen. Das im März in Kraft getretene LKW-Durchfahrverbot sei ein erster Schritt, aber nicht der Weisheit letzter Schluss.

Umfahrung als Lösung -  nicht mit den Grünen

Weiters fordern Witasek und Weinzettl Planungsmaßnahmen für den Bau der Umfahrung Gainfarn. Damit nicht genug: Bei Kottingbrunn soll eine Umfahrung entlang der Dammgasse bis zur Badener Zubringerstraße überlegt werden.

Wenig begeistert zeigen sich die Grünen. „Umfahrungen bringen hier keine Entlastung, vielmehr entsteht eine Hochleistungsstraße zwischen A21 und A1. Feinstaub und Lärm wären die Folgen“, so Ernst Tiefengraber. „Wir unterstützen die Initiativen gerne, notwendige Verbesserungen werden aber nur durch Umlagerung auf Öffis sowie durch weitere Verkehrsberuhigung möglich sein.“

„Zurzeit führt die Stadtgemeinde eine Verkehrserhebung durch“, berichtet Vizebürgermeister Alfred Kainz (Liste Flammer). Ein Maßnahmenkatalog wird von der beauftragen Firma erstellt werden.