Retter auf 4 Pfoten mit Supernase

Niederösterreichs zehnte Rotkreuz-Suchhundestaffel ist in Baden.

Erstellt am 17. März 2019 | 04:00
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Wuff! Die neuen Badener Rotkreuz-Mitglieder mit ihren Hundeführern: Susanne Pozzobon, Peter Sporrer mit Aiko, Hanne Pavitschitz mit Merlin, Gerhard Pavitschitz mit Jazz und Angela Krizan.
Foto: RK Baden

Wenn Personen vermisst werden, kommen die Suchhunde des Roten Kreuzes zum Einsatz. Sie stehen 365 Tage im Jahr bereit und können jederzeit kostenlos über Notruf 144 alarmiert werden.

Nun wurde die bereits zehnte Rotkreuz-Suchhundestaffel niederösterreichweit gegründet und in Baden angesiedelt. Staffelkommandant Johann Katzgraber freut sich über die neue Heimat für sein Team: „Wir wurden in Baden mit offenen Armen willkommen geheißen und freuen uns über die tollen Trainings- und Ausbildungsbedingungen für uns und unsere Hunde.“

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Rund drei Jahre dauert die Ausbildung eines Suchhundes, wobei mindestens zweimal in der Woche trainiert werden muss. Am Ende dieser sollen der Hundeführer und sein Hund, der übrigens als Teil des Familienverbandes bei seinem Besitzer lebt, ein eingeschworenes Team bilden, das sich aufeinander verlassen kann. Die Vierbeiner werden darauf trainiert, sitzende und liegende Personen im freien Gelände anzuzeigen. Das bedeutet etwa, dass der Hundeführer bei einem Einsatz seinen Vierbeiner durchs Gelände schickt und der Hund, sobald er mit seiner Nase eine Person aufspürt, bei dieser bleibt und so lange bellt, bis der Hundeführer bei ihm ist.

Die neue Suchhundestaffel Baden besteht derzeit aus zehn Hundeführern, ihren Vierbeinern und zwei Helfern. Derzeit ist ein Suchhundeteam einsatzfähig, ein Teil der Junghunde wird die Ausbildung vermutlich heuer noch abschließen.

Neues Trainingsgerät zum Start gesponsert

Die umfangreiche Ausbildung wird von den Rotkreuz-Hundeführern ehrenamtlich in ihrer Freizeit absolviert. Bevor es zur Einsatzüberprüfung geht, müssen Prüfungen nach der Internationalen Prüfungsordnung für Rettungshunde, bei denen auch die Unterordnung und Gewandtheit geprüft wird, absolviert werden. Um für diese Prüfungen perfekt vorbereitet zu sein, hat die Badener Suchhundestaffel zum Einstand von der Firma Traktionssysteme Austria ein neues Trainingsgerät gesponsert bekommen.

Der Hund muss dabei auf Kommando seines Hundeführers auf die „Schaukel“ aufsteigen, sich auf dem beweglichen Mittelteil ausbalancieren und dann auf Kommando wieder an der Seite des Hundeführers absteigen. Rund 3000 Wiederholungen braucht es pro Übung, bis ein Hund diese wirklich „kann“.

Welche Hunde für die Nasenarbeit geeignet sind?„Im Grunde fast alle Rassen, sofern sie die notwendigen körperlichen Voraussetzungen und eine hohe Arbeitsfreude mitbringen“, so Katzgraber.