Gefahrenguttransporter auf aus dem Verkehr gezogen. Beamte der Autobahnpolizeiinspektion Tribuswinkel führten am 30. März im Bereich der A2, Süd Autobahn, Schwerpunktkontrollen durch.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 31. März 2017 (13:29)
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Polizisten fiel im Zuge einer Streifenfahrt gegen 10.45 Uhr ein offensichtlich überladener Kleintransporter auf. Das Fahrzeug war sehr stark eingefedert und wurde bei der Ausfahrt Bad Vöslau, Bezirk Baden, angehalten.

Die Beamten machten eine Lenker- und Fahrzeugkontrolle. Bei der Kontrolle des Laderaumes wurden Lacke, Farben, Verdünnungsmittel und sonstige diverse Gefahrgutstoffe lose im Laderaum vorgefunden. Teile der Ladung waren im Laderaum schon ausgeronnen.

Da offensichtlich Übertretungen nach dem Gefahrgutbeförderungsgesetz vorlagen, verständigte der Beamte via Landesleitzentrale Niederösterreich einen im Gefahrgutbereich speziell geschulten Polizisten der Landesverkehrsabteilung, der nach Schilderung des vorliegenden Sachverhaltes sofort zum Anhalteort kam und die Amtshandlung gemeinsam weiterführten.

Eine durchgeführte Wiegekontrolle des angehaltenen Lkws ergab eine Überladung von 36,66 %. Beide Beamte ließen in weiterer Folge den Lenker, einen 35-jährigen iranischen Staatsbürger, die Ladung aus dem Lkw räumen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Die gesamte Amtshandlung dauerte bis 18.45 Uhr.

Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Transport um einen nichtdeklarierten Gefahrguttransport handelte. Insgesamt wurden 20 zum Teil sehr schwerwiegende Verstöße nach dem Gefahrgutbeförderungsgesetz festgestellt. Die Polizisten untersagten dem Lenker die Weiterfahrt und zeigten sechs verschiedene verantwortliche Personen (Lenker, Zulassungsbesitzer, die Auftraggeber, die Empfänger) an.

Nur durch den aufmerksamen Streifendienst, die Erfahrung bei unzähligen Schwerverkehrskontrollen und der guten Zusammenarbeit innerhalb der Landesverkehrsabteilung konnte der sehr gefährliche illegale Gefahrguttransport aus dem Verkehr gezogen werden.