Tänzerin (29) könnte Todesstrafe drohen. Drogenschmuggel /  29-Jährige aus dem Bezirk sitzt in der Todeszelle. Drei Kilo des Suchtgifts „Crystal Meth“ wurden bei ihr gefunden.

Von Gerhard Lorenz. Erstellt am 07. Januar 2014 (23:59)
NOEN, Foto: Lenger
Susanne M. liebt den Tanz.
Von Gerhard Lorenz

„Ein indonesisches Gefängnis ist bestimmt kein Spaziergang“, sagt Martin Weiss, Pressesprecher des Außenministeriums. „Wir hatten schon einige ähnliche Fälle.“

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Dieser neue „Fall“ sorgt aber für großes Aufsehen. Schließlich geht es um das Leben einer 29-jährigen Frau aus dem Bezirk Baden. Sie wurde Anfang November am Flughafen in Jarkata (Indonesien) festgenommen. Es wurden im doppelten Boden ihres Koffers mehr als drei Kilogramm „Crystal Meth“, eine synthetische Droge, gefunden. Die Gesetze in diesem Inselstaat sind sehr streng, es droht ihr die Todesstrafe.

Das „Glück“ begann in Senegal

Die 29-Jährige Susanne M. hatte eine große Leidenschaft, den Hip-Hop Tanz. Als ihr nun ein Afrikaner eine Karriere als Tänzerin versprach, nahm sie glücklich diese Gelegenheit wahr. Der Mann versprach ihr, mit ihm und einer internationalen Tanz-Truppe auf Tournee zu gehen. Es wurden ihr 600 Euro pro Auftritt versprochen. Ihr „Glück“ begann in Senegal. Da dürfte das Versprechen noch eingehalten worden sein. Sie meldete sich zu Hause, wie gut es ihr doch ginge. Dann kam der 11. November und die furchtbare Nachricht, sie sei verhaftet worden. Der Veranstalter besorgte ihr einen kleineren Koffer, der aber präpariert gewesen ist. Es wurden im doppelten Boden 3,276 Kilogramm einer Designer-Drogegefunden.

Botschafter ist mit ihr im Kontakt

„Meinen Informationen nach, geht es Susanne M., den Umständen entsprechend gut“, ist Außenamtssprecher Weiss überzeugt. „Der österreichische Botschafter ist mit ihr im ständigen Kontakt.“ Es wurde ihr vom Außenministerium ein Anwalt zur Verfügung gestellt. „Wir haben den Eindruck gewonnen, dass die Todesstrafe nicht mehr zu befürchten ist, aber ihre Situation ist sehr ernst.“