Tattendorfer sind wütend. „Wir sind sauer“ und das gerade zu Beginn der Adventzeit, wo man eigentlich besinnlich sein sollte. Warum sind zwei Tattendorfer so wütend?

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 30. November 2019 (03:35)

Dass ihrer Meinung nach im Klimaschutz nichts weitergehe, ärgert die Tattendorfer Julia Sinzinger und Martin Aschauer. Die Vogel-Strauß-Politik koste Menschenleben. „Hitzeperioden, Dürre, Hochwasser, Murenabgänge, Gletscherschmelze und das größte Artensterben in der Geschichte. Die Weltbank schätzt, dass es bis zum Jahr 2050 140 Millionen Klimaflüchtlinge geben wird“, zählen die beiden auf. Die Klimakrise verursache in Österreich mehr Hitzetote (766) als es Todesfälle bei Verkehrsunfällen gebe (409). Die beiden wollen regional den Gedanken der Wutbürger verbreiten: „Unter dem Hashtag #wirsindsauer zeigen ab sofort Österreicherinnen und Österreicher was sie davon der Klimapolitik halten“, erklären Aschauer und Sinzinger. „Wir sind angepisst, von dieser Art der Klimaschutzpolitik“, sagt Aschauer, der nicht nur ein wütender Tattendorfer ist, sondern auch Leiter dem Kommunikationsabteilung von „GLOBAL 2000“.

Und er ruft auf, ein sichtbares Zeichen zu setzen: „Unter #wirsindsauer können ab sofort Menschen, denen es ebenso geht wie mir, Fotos von sich hoch, indem sie zeigen, dass sie ‚angefressen‘/sauer auf die Politik sind.“ Diese Fotos könne man dann beispielsweise auf Facebook veröffentlichen.

An seiner Seite kämpft die Make-Up-Artistin Julia Sinzinger, selbst geborene Tattendorferin, 25 Jahre jung, Jus-Studentin und überzeugte Kämpferin für das Schöne. Sie hat den Gesichtern der Kampagne den Hashtag ins Gesicht gezaubert. „Alle Klimabewegten können mitwirken, indem sie ein Selfie von sich machen, wo sie richtig sauer sind, und dieses dann mit dem Hashtag #wirsindsauer auf Instagram, Facebook oder Twitter posten“, erklärt Sinzinger die Kampagne. Mehr über die Aktion auf folgender Seite:

www.global2000.at/wir-sind-sauer