Bühne Baden stellte neuen Spielplan vor

Den Ganzjahres-Spielplan 2018/19 stellte der künstlerische Leiter Michael Lakner im Novomatic Forum vor.

Erstellt am 27. April 2018 | 03:28
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Das Direktoren-Duo Martina Malzer (1.v.l.) und Michael Lakner (4.v.l.) mit Darstellern der kommenden Doppelsaison – Drew Sarich, Ann Mandrella, Verena Scheitz und Tenor Vincent Schirrmacher – sowie der Präsidentin des Freundevereins der Bühne Baden, Birgit Sarata.
Foto: Sagmeister

..Es ist mir heut‘ noch in Erinnerung, als wenn’s gestern g’wesen wär“, schwelgte Michael Lakner, der künstlerische Direktor der Bühne Baden. Anlass für seine Erinnerung war die Programmpräsentation, seine zweite als künstlerischer Direktor der Bühne Baden. Als Lakner im Vorjahr als künstlerisches Mastermind von Bad Ischl nach Baden wechselte, stellte er den Spielplan der drei Bühnen Stadttheater, Sommerarena und Max-Reinhardt-Foyer von einem Halbjahresspielplan auf einen Gesamt-Jahresspielplan um.

Die Bühne Baden deckt alle Gattungen ab

Diesen Schachzug zog er, um ein kompakteres Marketing u.a. für den Tourismus zu liefern. Und Lakner rühmt den Spitzenplatz Badens als wichtigen Ort des Musiktheaters im deutschsprachigen Raum, „weil wir spielen alles, Operette, Oper, Musical, musikalische Revuen, wir decken alle Gattungen ab und sind überall bewandert“, und das Ganze garniert mit einer ordentlichen Prise Humor und so sind „wir auch attraktiv für ein junges Publikum.“ Treu ist Lakner auch geblieben und hat über seinen zweiten Jahresspielplan, den er programmiert hat, als Bogen ein Generalthema gespannt: Nach Einzelgänger und Außenseiter folgt Freiheit und Gefangenschaft, „dem wir auch mit ein bisschen Augenzwickern, Ironie und Witz begegnen.“

Aufgerollt wird die neu geplante Saison 2018/2019 von der ernsten Seite her, mit der Rettungs- und Freiheitsoper „Fidelio“ von Ludwig van Beethoven, „auch eine Referenz an einen der großen Söhne Badens.“ Premiere ist am 20. Oktober 2019. Und zu schätzen weiß Lakner auch, dass es in Baden keine A und B Stücke gibt, das bedeutet, dass für alle Produktionen ein gleich hohes Budget bereitgestellt wird, das wirkt sich besonders auf die Familienmusicals aus, die ebenso professionell produziert und ausgestattet sind, wie die „großen“ Operettenproduktionen. An die Bühne Baden zurückkehren wird Lakners Vorgänger Sebastian Reinthaller und er wird im Zigeunerbaron sein Comeback in Baden feiern.

Ein schweres Los hatte an diesem Vormittag Martina Malzer, kaufmännische Direktorin. Sie hatte den Part über, die kaufmännische Seite der Bühne Baden darzustellen: „Schwer, nach so einer illustren Programmpräsentation, Zahlen, Daten und Fakten zu präsentieren.“ Aber nichtsdestotrotz sind die nackten Fakten erfreulich: „Die Ganzjahresauslastungszahl vom Vorjahr liegt bei knapp 80 Prozent.“ Getrennt gesehen hat der Sommer die Nase vorne mit 88 Prozent und der Winter liegt bei 77 Prozent. „In absoluten Zahlen haben uns 78.000 Gäste in 150 Vorstellungen besucht“, so Malzer, die es dann auch noch schaffte, mit der Ankündigung aufmerksam zu machen, dass die Planungen für die Sanierung der Sommerarena auf Hochtouren laufen.