Theater-Sanierung teurer als geplant

Erstellt am 08. April 2014 | 23:59
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Foto: NOEN, NÖN
Höhere Kosten für Dach, Fassade. Weniger Geld vom Land. Daher wird Sanierung der Sommerarena verschoben.
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BADEN / Bereits im Mai 2013 hatte Bürgermeister Kurt Staska (ÖVP) angekündigt, umfangreiche Sanierungsarbeiten im Stadttheater und in der Sommerarena seien unumgänglich. Drei Millionen Euro wurden dafür veranschlagt. Nun haben Vorarbeiten und Mauerwerksuntersuchungen ans Tageslicht gebracht: die Kosten werden deutlich höher ausfallen, als vom seinerzeit beschäftigten Architekturburo geschätzt.

Besonders im Bereich der Haus- und Sicherheitstechnik sind große Steigerungen zu erwarten. Da die Gesamtkosten jedoch nicht überschritten werden sollen und zudem auch noch das Land NÖ seine Förderzusage von ursprünglich 50 auf 33 Prozent der Kosten reduziert hat, werden die Arbeiten nun auf das Stadttheater konzentriert. Da hier die größeren Mängel vorliegen. Die Sommerarena soll erst zu einem späteren Zeitpunkt einer Sanierung unterzogen werden, derzeit sind nur erforderliche Reparaturarbeiten an den Dächern vorgesehen.

Gesamte Gebäudehülle muss saniert werden

Am Stadttheater ist eine Generalsanierung der Gebaudehülle erforderlich. Die Dächer (einschließlich Wärmedämmung) werden erneuert, Fassaden und Fenster gemeinsam mit dem Denkmalamt saniert. Im Keller müssen Räume trockengelegt werden. Zusätzlich ist die Kompletterneuerung der WCs im Zuschauerbereich und der Personal-Nassräume vorgesehen, wird eine neue Behindertenrampe an der Ostseite errichtet, die Sicherheits- und die Fluchtweg-Beleuchtung dem heutigen Stand entsprechend adaptiert. Für Handwerker wie Baumeister, Zimmerer, Spengler, Maler, Fliesenleger, Tischler, Schlosser und Elektrotechnik ist eine Gesamtsumme von 2,28 Millionen Euro vorgesehen. Unter dem Strich stehen rund 2,63 Millionen, womit gegenüber den geschatzten Kosten von 2,95 Millionen Euro noch eine Reserve für Unvorhergesehenes bleibe, betonte VP-Baustadtrat Rudolf Gehrer im Gemeinderat.

Der Antrag wurde einstimmig von allen Fraktionen abgesegnet. Bürgermeister Staska: „Erst bei den genaueren Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass der Sanierungsbedarf größer ist.“ Zur Reduktion der Landesförderung meint er: „50 Prozent waren die Maximalsumme. Ich bin auch über 33 Prozent sehr froh, denn das Land übernimmt schließlich auch viele der laufenden Kosten.“

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