Skifahren bleibt im Bezirk Baden ein Erlebnis. Nicht nur Sport, sondern auch die Gemeinschaft werden dabei gefördert.

Von David Steiner. Erstellt am 14. Januar 2020 (05:28)
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Meterhohe Schneewände oder das erste Mal in der „Disco“? Schul- und Elternvertreterinnen im Bezirk sind sich einig, dass Schulskikurse für Jugendliche ein einmaliges Erlebnis darstellen, an das sich viele noch im Erwachsenenalter erinnern.

„Skikurse fördern Skisport und das Miteinander“: Birgitta Stieglitz-Hofer, Biondekgasse.
Fussi

„Schulskikurse dienen der Förderung des Skisports im Skiland Österreich und der Förderung des Miteinanders“, sagt etwa Brigitta Stieglitz-Hofer, Direktorin des Gymnasiums Biondekgasse. Die Kurse seien an der Schule gut etabliert und würden auf breite Zustimmung stoßen. Auch Manuela Hofer, Obfrau des Elternvereins Biondekgasse, bestätigt den hohen Stellenwert des Skifahrens aus den Erfahrungen ihrer beiden Töchter.

Skikurse seien eine „Gelegenheit gemeinsam unvergessliche Momente zu erleben, lustige Erfahrungen in der Klassengemeinschaft zu machen und dabei nicht nur soziale Kompetenzen zu erweitern, sondern auch bleibende Erinnerungen zu sammeln“, betont Kristina Weis, Obfrau des Elternvereins im Gymnasium Frauengasse. In der Frauengasse und an den Neuen Mittelschulen in Baden und Leobersdorf wandelt sich das Bild vom klassischen Alpinschi- und Snowboardkurs zu einer Wintersportwoche mit breiterem Angebot.

Spaß im Schnee: Durch Schulskikurse kommen viele Kinder erstmals auf die Bretter, die die (Ski-)Welt bedeuten.
Fahrnberger

Hier können Kinder wählen, ob sie lieber Skifahren, Snowboarden, Rodeln, Schneeschuhwandern oder Iglus bauen wollen. In der NMS Pelzgasse werde von Kindern und Eltern ein breiteres Angebot nachgefragt, betont Direktorin Brigitte Gumilar. Ziel sei dabei immer, ein möglichst breites Programm, zu möglichst geringen Preisen, zu bieten.

Der finanzielle Aspekt ist vor allem bei kinderreichen Familien ein Thema. Für diese gibt es einige Fördermaßnahmen. An der NMS Pelzgassse kommt Unterstützung von einem Förderverein, der Elternbeiträge einhebt und bei Veranstaltungen den Erlös auf die Seite legt.

„Große Solidarität von vielen karitativen Vereinen im Bezirk Baden“, weiß Direktorin Gumilar.
NOEN

Direktorin Gumilar betont auch die breite Solidarität und Unterstützung von karitativen Vereinen im Bezirk Baden. Sie schätzt, dass kein Kind aus finanziellen Gründen bei Projektwochen daheim bleiben muss. Die Obfrauen der Elternvereine weisen darauf hin, dass es nicht nur in der Schule, sondern auch seitens des Landeselternverbands, Unterstützungsmöglichkeiten gibt.

Mehrfach wird auch festgestellt, dass die Skigebiete für Schulen vergünstigte Preise anbieten. Auch das Land fördere Liftkarten, weiß Michael Katzettl, Direktor der IMS Leobersdorf. Er streicht besonders die Rolle der Sportlehrer hervor. Die einerseits mit Empathie und Einsatz die Beziehungen zu langjährigen Unterkünften pflegen würden und andererseits zunehmend mehr Verantwortung für das Wohl der Schülerinnen tragen.

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