Letzer Weg für Tiere in Traiskirchen

Erstellt am 15. Juni 2022 | 05:42
Lesezeit: 3 Min
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So soll das Tierkrematorium in der Ebreichsdorfer Straße 8 von Außen aussehen.
Foto: Foto Aevum GmbH
Aevum GmbH will im Tribuswinkler Gewerbegebiet energieeffizientes Tierkrematorium errichten.
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Seit 2013 ist die Aevum GmbH mit Geschäftsführer Christian Schlager in Gleisdorf in der Steiermark tätig. „Wir sind mitten im Stadtzentrum und könnten es uns gar nicht leisten, dass irgendwelche Emissionen das Stadtgebiet belasten“, macht Schlager deutlich. Damit tritt er klar diffusen Ängsten entgegen. Denn im Vorfeld hatte es eine Beschwerde in die Richtung gehend gegeben, dass ein Tierkrematorium besonders viel Energie verbrauchen würde, was in Zeiten wie diesen grob fahrlässig sei.

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Christian Schlager will für Tierbesitzer alles aus einer Hand anbieten.
Foto: NOEN

Schlager tritt diesen Behauptungen klar entgegen. „Hier in dieser Region gibt es zwar Tierbestattungsbetriebe, die ein Geschäftslokal mit einer Kühlzelle betreiben, aber diese müssen das verstorbene Tier dann selbst in ein Tierkrematorium bringen. Unser Konzept bietet von der Beratung über die Verabschiedung bis zur Einäscherung alles aus einer Hand an.“ Besonders hier im Süden von Wien würde es viele Pferdeställe geben, die Möglichkeit, Pferde zu kremieren, gäbe es derzeit nur einmal in ganz Österreich.

„Die Beziehung zwischen Haustieren und ihren Besitzern wird immer enger. Damit steigt auch der moralische Anspruch, sich von diesen pietätvoll verabschieden zu können.“
Christian Schlager

Die Übersiedelung in dieses Gebiet habe zudem den Vorteil, ein großes Einzugsgebiet abdecken zu können. „Wir sind hier in der Nähe von Wien und mit dem Standort Ebreichsdorfer Straße 8 gleich am Schnittpunkt der Autobahn, um zu Kunden in ganz Ostösterreich zu kommen“, erläutert Schlager. Der Bedarf nach der würdevollen Verabschiedung von Tieren wachse stetig. „Die Beziehung zwischen Haustieren und ihren Besitzern wird immer enger. Damit steigt auch der moralische Anspruch, sich von diesen pietätvoll verabschieden zu können.“ Die Stadt Traiskirchen habe die Baugenehmigung bereits erteilt. Bürgermeister Andreas Babler, SPÖ, meint: „Angesichts der wachsenden Zahl von Hunde- und Katzenbesitzer ist ein Tierkrematorium eine gute Möglichkeit, um von den Haustieren Abschied zu nehmen. Und Anrainer gibt es im Industriegebiet keine.“

Was die Emissionen betrifft, handle es sich bei dem geplanten Tierkrematorium um ein Vorzeigeprojekt, sagt Schlager. „Wir haben das Grundstück 2019/2020 gekauft und parallel dazu alle nötigen Bewilligungsverfahren eingereicht. Die Anlage ist emissionstechnisch und von der Energieeffizienz ein Riesenprojekt, das behördlich sehr stark und intensiv begleitet wird. Die Energie, die wir freisetzen, stellen wir anderen Betrieben im Industriegebiet zur Verfügung. Wir sind sicher, dass sich das sehr positiv entwickeln wird“, merkt Schlager an.

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