Stute Ruby hing fest: FF-Einsatz in Hernstein

Siebenjährige Stute wollte sich am Sonntag auf einer Koppel in Hernstein (Bezirk Baden) zwischen zwei Bäumen hindurchzwängen, die örtliche Feuerwehr rückte zur Rettung an.

Erstellt am 27. Juni 2021 | 15:16

„Man wird es wohl nie erfahren was am Sonntagvormittag Ruby veranlasst hatte, sich genau zwischen zusammengewachsenen Bäumen durchzuzwängen“, berichtete das BFKDO Baden in einer Aussendung.

Kurz nach 9.30 Uhr war über 122 bei der Feuerwehr-Bezirksalarmzentrale Baden die Meldung eingelangt, der Anrufer ersuchte um Unterstützung der Feuerwehr. Das Pferd komme weder vor noch zurück, schilderte er auch noch. Eine Tierärztin aus Pottenstein sei bereits verständigt worden.

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Die 12 ausgerückten Florianis der FF Hernstein staunten dann auch nicht schlecht, als sie mit dem Rüstlöschfahrzeug und dem Mannschaftstransportfahrzeug an der etwas abseitsgelegenen Einsatzstelle eintrafen und sich die Alarmierungsmeldung voll und ganz bestätigte. „Ruby“ war regelrecht mittig in einer sogenannten Zwiesel (Anm. der Feuerwehr: Ein Baumstamm, der sich irgendwo in zwei (oder mehr) etwa gleichstarke Stämme teilt, die beide leicht schräg, aber steil nach oben wachsen und fortan praktisch zwei (oder mehr) Stämme bilden) eingeklemmt.

Schnell war auch den Feuerwehrleuten klar, dass diese Befreiung der Stute eine ganz besondere Herausforderung wird. Nachdem die Tierärztin eintraf und sich mit den Feuerwehrleuten beratschlagte, musste sie für die Rettungsarbeiten „Ruby“ sedieren (in einen Dämmerschlaf versetzen). Zwischenzeitlich trugen die Feuerwehrleute Gerätschaften vom Rüstlöschfahrzeug zu dem schwer zugängigen Einsatzort.  

„Wir entschlossen uns, nachdem die Stute medikamentös durch die Tierärztin vorbereitet wurde, mit Muskelkraft und Einsatz von Hebebändern, Leinen, sowie einer Umlenkrolle, zum Anheben des eingeklemmten Pferdes, die Befreiung vorzunehmen“, berichtete Einsatzleiter Kommandant Roman Retzl von der FF Hernstein.

Das gelang dann auch den Feuerwehreinsatzkräften unter Einbeziehung aller anwesenden Personen. Nach einer Erhol-Phase und weiterer medizinischen Versorgung durch die Tierärztin soll es nach ersten Auskünften Ruby wieder gut gehen und bereits in ihrem Stall stehen.

www.bfkdo-baden.com