Altenmarkt als Fixgröße in der Bundesliga. 1977 flog beim SKV Altenmarkt zum ersten Mal der Tischtennis-Ball, seitdem spielten die Damen aus dem Bezirk Baden insgesamt 18 Saisonen auf nationaler Ebene.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 12. Mai 2020 (13:00)
Dominika Vizinova, Nadine Kettler und Karin Bacher bildeten zuletzt die Top-Mannschaft der SG Oberes Triestingtal und führen damit eine lange Tradition in der zweithöchsten Spielklasse fort.
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Die Corona-Pandemie machte auch nicht vor der Tischtennis-Bundesliga Halt. Seit Mitte März ruht der weiße, kleine Ball. Noch bevor die Krise Österreich erreichte, wurde die Tischtennis-Geschichte im Triestingtal allerdings um ein kleines Kapitel reicher.

Die Damen der SG Oberes Triestingtal, die Kooperation zwischen SKV Altenmarkt und TTC Guntramsdorf, richteten in Pottenstein eine Sammelrunde für das Untere Play-off der 1. Bundesliga, so wie für die 2. Bundesliga aus. Das hat es in der Bundesliga-Historie zuvor noch nie gegeben. Insgesamt waren 19 Damen-Teams im Einsatz.

1994 erstmals in Liga zwei

Für Geschichte waren die Ladys des SKV Altenmarkt aber schon immer gut. Seit mittlerweile 43 Jahren gibt es den Verein. 18 Jahre davon verbrachte der Triestingtal-Club in der zweithöchsten Spielklasse. Erstmals gelang der Sprung ins nationale Geschäft in der Saison 1994/95 neben der damaligen Sektionsleiterin Ingeborg Obermüller standen auch die Nachwuchs-Hoffnungen Stefanie Bettel und Elisabeth Terzer an der Platte. Nach drei Saisonen hieß es allerdings Abschied nehmen, Altenmarkt stieg ab.

Die Bundesliga-Rückkehr 2005

2004/05 kamen die Altenmarkterinnen dann, um zu bleiben. Angeführt von Edona und Liridona Idrizaj, den beiden erfolgreichsten Nachwuchsspielerinnen der Vereinsgeschichte, gelang der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. Seitdem sind die Girls ununterbrochen auf Bundesebene vertreten. Seit 2005 treten die Bundesliga-Damen in Zusammenarbeit mit Guntramsdorf an, als SG TTV Oberes Triestingtal/TTC Guntramsdorf.

Der Traditionsverein der Liga

2019/20 war für die Triestingtalerinnen also die 15 Saison am Stück in der zweithöchsten Spielklasse und nach der Ligareform die erste im Unteren Play-off der 1. Bundesliga (Anm.: Die 1. Bundesliga ist in ein OPO und ein UPO geteilt. Dahinter ist die 2. Bundesliga nun die dritthöchste Spielklasse). Nach den Saisonen 2009/10, 2010/11 und 2011/12 war die Spielgemeinschaft das erste Mal auch wieder mit einem zweiten Team bundesweit vertreten, und zwar in der 2. Bundesliga. Die Saison ist mittlerweile abgebrochen. Heißt: Wenn es im Herbst hoffentlich wieder los geht, werden auch wieder zwei Damen-Mannschaften der SG TTV Oberes Triestingtal/TTC Guntramsdorf auf Bundesebene dabei sein.