Traurige Tiertragödie in Sooß. Eine von natursuchenden Menschen verängstige Hirschkuh und ihr Kalb verletzten sich bei ihrer Flucht durch die Weingärten so stark, dass sie vom Jagdleiter erlöst werden mussten.

Von Red. Baden. Erstellt am 14. März 2021 (19:43)
Der Jagdleiter musste das Tier von seinem Leiden befreien. Die Hirschkuh hätte demnächst zwei gesunde Kälber zur Welt gebracht.
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Am Samstag wurden eine Hirschkuh und ihr Kalb von den vielen an diesem warmen sonnigen Tag natursuchenden Wanderern, Mountainbikern, Reitern, Hundigassigehern so stark verschreckt, bis sie in Panik den Wald verließen und in die Weingärten flüchteten. „Auf ihrer Flucht rannten sie immer wieder gegen die Spanndrähte und Unterstützungspfeiler, bis sie erschöpft und schwer verletzt zusammenbrachen“, berichtet der örtliche Jagdleiter Josef Buchart.

Im Beisein der Polizei blieb ihm nur mehr die Möglichkeit, das Leiden der geschundenen Wildtiere zu beenden.

Wie solche Vorfälle verhindert werden können? "Ich weiß es nicht, die Leute sind so egoistisch und unvernünftig", meint Buchart. Die Bauern und Jäger der Region appellierten zuletzt an Spaziergänger und Radfahrer, auf den Wegen zu bleiben und nicht querfeldein unterwegs zu sein. Ebenso gilt es in der Natur ruhig zu bleiben und nicht laut zu sein.