Totaler Fischer Triumph bei Austrian Championship. Bei Hauptrennen im Ebreichsdorfer Racino kamen die Top Drei allesamt aus dem Stall Fischer.

Von Clemens Kuzminski. Erstellt am 26. Oktober 2020 (16:42)
Othello Victory schnappte sich den Sieg beim Austrian Championship.
Magna Racino/zVg

Angesichts der verschärften Corona-Bestimmungen musste man froh sein überhaupt einen Renntag mit Publikum (und Gastronomie) durchführen zu können. Bei nebeligem Herbstwetter fand sich eine überschaubare Zuschauerkulisse im Ebreichsdorfer Racino ein, diszipliniert mit Masken versehen und konnte sich auf hochklassige Trabrennen freuen:.

Ganz in rot-weiß-rot

Passend zum kommenden Nationalfeiertag stand das Hauptrennen, die Austrian Championship, ganz im Zeichen der österreichisch gezogenen Pferde, wobei sich acht hochklassige Traber bei der 2.140 Meter-Marke einfanden: Schon vor dem Start war Orange Venus (Harald Sykora) nicht zum Traben zu bewegen, erster Führender war Champion Gerhard Mayr mit Kiwi Superstar, wurde aber sogleich von Freeman Venus mit Franz Konlechner angegriffen. Aber auch dessen Führung währte nicht lange, denn er wurde bald von Mon Cherrie Venus mit Catchdriver Ari Kaarlenkaski angegriffen. So viele Rochaden am Beginn des Rennens zu beobachten waren, so wenig Bewegung war dann im Verlaufe des Rennens, außen kam Mario Zanderigo mit seinem Jagaro Mo auf, dem Senior im Feld. Erst ab dem Schlussbogen kam wieder Dynamik auf, denn von hinten entwickelte der Inlandsrekordhalter Othello Victory (1:10,7 Minuten), der auch das gewinnreichste Pferd im Rennen war, einen unwiderstehlichen Speed, in sehenswerter Weise unterstützt von seinem Trainer Christoph Fischer. Auch die Ex-Derbysiegerin I love You Darling zeigte mit Catchdriver Erich Kubes einen sehenswerten Speed. Am Schluss waren die drei Pferde aus dem Trainingsquartier von Christoph Fischer Othello Victory, I love You Darling und Mon Cherrie Venus auf den Plätzen eins bis drei, ein totaler Triumph für den jungen, aus Tirol stammenden, Trainer.

Strebel holt sich nächsten Sieg

Ebenfalls ausgezeichnete Pferde sah man über 1.640 Meter bereits im zweiten Rennen: Das bemächtigte sich der ehemalige Zuchtrennsieger Wolphi Autriche (der dann im Verlauf des Rennens blass blieb) mit Christoph Fischer zunächst der Spitze, wurde aber bald von Gestüt Nottinghams favorisiertem Superstar Dragon Darche mit seinem Besitzer Manfred Strebel abgelöst, der das Tempo etwas herausnehmen konnte, ohne angegriffen zu werden. Erst im Einlauf lancierten die Deutsche Marion Dinzinger mit For Ever und Gerhard Mayr mit Vrai Lord Angriffe, aber Dragon Darche konnte zulegen und bescherte dem Maria Enzersdorfer Amateur den fünften Sieg bei sechs Starts.

Mit Tagesbestzeit zu Platz eins

Eine ganz flotte Angelegenheit war gleich danach das dritte Rennen. Der mitfavorisierte Tscheche Aaaron (Hubert Brandstätter) sprang gleich am Beginn ein, How Nice S.R. mit Ari Kaarlenkaski führte den Großteil des Rennens. Lange hatte die Seriensiegerin Tirana mit ihrem Besitzer Josef Maier eine gute Position, sie fiel aber im Einlauf fast ruckartig zurück. Auf den letzten Schritten kam Sydney mit Martin Redl an How Nice S.R. noch heran und gewann sogar in Tagesbestzeit von 1:15,6 Minuten (über 2.140 Meter).

Der nächste (und letzter Renntag in diesem Jahr) ist für Sonntag, dem 22. November geplant, sofern die Corona-Situation eine Abhaltung möglich macht.