Berndorf: UBV plant Rodelbahn vom Guglzipf. Die Fraktion UBV liefert Konzepte, die Berndorf touristisch aufwerten sollen, etwa Rodelbahn für Sommer- und Winterbetrieb.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 04. August 2021 (05:55)
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Christoph Prendinger und Andreas Kronfellner von der UBV setzen auf eine Rodelbahn vom Gugelzipf hinunter in die Kruppstadt Berndorf.
Dietmar Holzinger

Ein starkes Lebenszeichen zeigt die UBV (Unser Berndorf verändern) mit Finanzstadtrat Christoph Prendinger, den Gemeinderäten Gerald Aster und Andreas Kronfellner. Im Zuge der Stadtentwicklung ließ Prendinger bereits mit einem Verschönerungskonzept für den Stadtkern aufhorchen. Jetzt wird an einem Tourismuskonzept zur Stärkung der Wirtschaft und Schaffung von Arbeitsplätzen gearbeitet. Angedacht ist die Umsetzung einer Rodelbahn für den Sommer- und Winterbetrieb.

Die Rollbobbahn soll mit einer Streckenlänge von 1.500 Metern und 160 Metern Höhenunterschied vom Start bis zum Ziel die längste Strecke im Umkreis von Wien werden. 360 Personen können pro Stunde in der idyllischen Waldstrecke transportiert werden.

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Plan der möglichen Guglzipf Rollbobbahn, die die längste Rodelbahn im Umkreis von Wien wäre.
UBV, privat

Großen Wert legt die UBV auch darauf, so Natur-schonend wie möglich die Strecke zu gestalten und ohne großflächige Rodungen. Los geht die Himmelsfahrt auf den Guglzipf mit einem Seilschleppsystem in der Rodelgondel vom Skaterplatz weg bis zum Guglzipf Turm um dann mit der Rodelbahn mit bis zu 40 km/h Richtung Stadt zu gleiten, wo bereits ein Motorik-Park samt Stadt mit Gastronomie und Geschäftswelt auf die Besucher wartet. An der Parkplatzsituation wird ebenfalls noch gefeilt.

Die SPÖ zeigt sich vorsichtig, könnte aber dem Vorhaben selbst durchaus etwas abgewinnen, wie ihr Pressesprecher Karl Borowy vermerkt: „Grundsätzlich begrüßen wir jede Aktivität, welche Berndorf auch für Touristen wieder attraktiv macht.“ Allerdings wirft er der bunte Koalition vor, nur aus Überschriften und Selbstinszenierung zu bestehen. Borowy spricht von „unfinanzierbaren Fantastereien“, die zeigen würden, „dass es schon nach etwas mehr als einem Jahr keine Einigung mehr in der Stadtregierung gibt“. Die SPÖ warte weiterhin „auf vernünftige, realisierbare und nicht zuletzt finanzierbare Konzepte, welche wir gerne tatkräftig unterstützen werden“.

Wie äußert sich Bürgermeister Franz Rumpler (ÖVP) zum Vorschlag? Er sagt: „Ich kenne die Vorschläge nicht im Detail, wir werden sie durchsprechen, in die Bevölkerung hören und danach schauen, was wann alles möglich ist.“

Laut Manuela Henrich von der Gruppe „Mut“ gebe es allerdings nur die Ankündigung über die Postwurfsendung. „Wir wissen zu wenig darüber, erst wenn es genauere Informationen dazu gibt, kann man eine seriöse Stellungnahme abgeben“, erläutert sie.

UBV-Stadtrat Christoph Prendinger über die Hintergründe zu seinem Projekt: „Wir als Gemeinde können keine Geschäfte eröffnen, aber wir können die Rahmenbedingungen in Berndorf so verbessern, dass viele interessierte Unternehmer Lust haben, ihre Geschäftstätigkeit in Berndorf zu starten oder zu erweitern.“ Er ist überzeugt: „Mit der Schaffung von Attraktionen kommen Gäste in unsere Stadt und beleben die Wirtschaft!“

Warum eine Rodelbahn als Tourismus-Attraktion? „Berndorf hat ein sehr umfangreiches und gutes Kulturprogramm, welches jährlich erweitert wird und unsere aktiven Stadträte und fleißigen Mitarbeiter sehr befeuert. Berndorf benötigt zu seinem kulturellen Gut einen touristischen Kontrast, um vermehrt Familien in unsere Stadt zu bringen, die hier ihren Tag verbringen“, ist er sich sicher.

Die Liste Zukunft Berndorf (LZB) möchte sich mit einer Downhill-Strecke am Guglzipf anschließen und tüftelt dahingehend ebenso an einem mach- und finanzierbaren Konzept.

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