"Fischer-Festspiele" bei Badener Früh-Renntag

Erstellt am 07. September 2020 | 06:59
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Im Championat der Fünf- und Sechsjährigen kämpften I Love You Darling mit Christoph Fischer, Freeman Venus (Franz Konlechner) und Mon Cherrie Venus (Gregor Krenmayr) um den Sieg (v.l.).
Foto: BTV
Diesmal war in Baden schon um 10.55 Uhr Rennbeginn. Nach vier höher dotierten PMU-Rennen stand als sportlicher Höhepunkt das Championat der Fünf- und Sechsjährigen am Programm.
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Vor Rennbeginn hörten rechtzeitig die heftigen Regenfälle auf, nur zwei kleinere Schauer trübten das Wetter, sodass trotzdem recht viele Zuschauer das durchnässte Sandoval säumten. So wie der Bayer Rudi Haller dem letzten Renntag den Stempel aufgedrückt hatte, dominierte der gebürtige Tiroler Christoph Fischer diesmal mit vier Siegen das Rennevent. Gleich im ersten Rennen prolongierte Sepp Maiers „Wunderstute“ Tirana ihre Siegesserie mit dem achten Sieg in Folge.

Lord Brodde siegte mit Schlussspurt

Im Hans-Bruckberger-Gedenkrennen standen zehn der gewinnreichsten Pferde Österreichs über 2.100 Meter mit Bänderstart am Ablauf. Zunächst setzte sich Eagle’s Flight mit Mario Zanderigo an die Spitze, während Favorit Wolphi Autriche mit Gregor Krenmayr einsprang, aber langsam wieder Anschluss fand. Eagle’s Flight konnte sehr lange die Spitze halten und sogar den Vorsprung ausbauen, aber im letzten Bogen kam Lord Brodde mit Christoph Fischer mit Riesenschritten heran. Mario Zanderigo wehrte sich mit seinem Schützling nach Kräften und erreichte den zweiten Platz vor dem im Finish gut aufkommenden Wolphi Autriche.

I love Darling trabte an allen vorbei

Im Championat der Fünf-und Sechsjährigen wurde ein Duell der beiden Stuten aus dem Stall Fischer, Mon Cherrie Venus und I love You Darling erwartet: Gregor Krenmayr nahm mit Mon Cherrie Venus sofort die Führung, während der ehemalige Zuchtpreissieger Freeman Venus mit Franz Konlechner erste Verfolger war. Aber schon auf der ersten Gegengeraden grifft Mathias Walcher mit dem Außenseiter Camelot L an und verdrängte die Krenmayr-Stute von der Spitze. Eine Runde später griff Krenmayr mit Mon Cherrie Venus wieder an, wurde aber gleich von Konlechner mit Freeman Venus begleitet. Auch die ehemalige Derbysiegerin I Love You Darling mit dem in „Überform“ fahrenden Christoph Fischer machte sukzessive Boden gut und riss mit einem tollen Finish den Sieg vor Freeman Venus und Mon Cherrie Venus noch an sich.

Badener Saison in der Schlussgeraden

Im Rahmenprogramm waren die Minitraber zweimal am Ablauf: Bei den Kindern siegte (trotz großer Zulage) Felix Gruber mit Nemo II, bei den Erwachsenen Amateurfahrerin Tanja Leitinger mit Bounty. „Rotunden-Wirt“ (und Ex-Champion) Hubert Brandstätter konnte sein einziges Antreten an diesem Renntag gleich in einen Sieg mit Lido des Soosser Winzers Waldhäusl ummünzen.
Wie bereits erwähnt war Christoph Fischer mit vier Fahrersiegen der überlegene „Kutscher“, als Trainer kam noch ein fünfter Sieg hinzu. Nächster und zugleich letzter Renntag in Baden ist am 27. September mit dem Zukunftspreis der Zweijährigen und dem Österreichischen Sattelderby. 

Ergebnisse

1. Rennen: Tirana mit Josef Maier in 1:18,1 Minuten vor Eagle Greenwood und Ladi Venus

2. Rennen: Matrix Venus mit Christoph Fischer in 1:16,8 vor Voldemort Venus und Ella F

3. Rennen: Lady Lucie mit Gerhard Mayr in 1:20,4 vor Saved by Andrea und Justice

4. Rennen: Franklin Venus mit Christoph Fischer in 1:20,1 vor Spanedohano und CS Think Pink

5. Rennen: Lord Brodde mit Chirstiph Fischer in 1:17,9 vor Eagle’s Flight und Wolphi Autriche

Minitraber Kinder: Nemo II mit Felix Gruber vor Sandy und Jimmy

6. Rennen: Monas Number One mit Walter Weinwurm in 1:19,0 vor Action Killer und Herzelot L

7. Rennen: Kurt Cobain mit Erich Handlos in 1:17,6 vor Jaques Lemans und Mister Bemms

8. Rennen: I love You Darling mit Christoph Fischer in 1:16,3 vor Freeman Venus und Mon Cherrie Venus

9. Rennen: Dominator Venus mit Hermann Gruber in 1:18,5 vor Dallas Venus und Calvados SR

10. Rennen (Minitraber Erwachsene): Bounty mit Tanja Leitinger vor Sandy und Nemo II

11. Rennen: Lido mit Hubert Brandstätter in 1:20,0 vor MS Hollywood und Rhett Butler

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