Kentucky-Flair bei Badener Meile

Großrenntag in Baden: Bei der 56. Internationalen Meile setzte sich Kentucky Bo durch. Weitere Highlights waren die Meile der Amateure und das Palio von Baden.

Clemens Kuzminski Erstellt am 26. August 2020 | 08:59
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Rudolf Haller und Kentucky Bo holten in fantasistischen 1:12,2 Minuten den Sieg bei der 56. Internationalen Badener Meile.
Foto: Risavy

Bei angenehmem, nicht zu heißem Sommerwetter war die Badener Traditionsrennbahn wieder bestens gefüllt, es lockte beispielsweise auch mehr als 9.000 € Spielkapital in der Super76-Wette.

Kentucky Bo siegte überlegen

Sportliches Highlight war die bereits 56. Internationale Badener Meile, bei der die aus Bayern angereisten Traber des Stalles Wiesenhof Kentucky Bo und Tyrolean Dream, sowie die „Einheimische“ Zante Laser favorisiert wurden. Gleich nach dem Start entbrannte ein harter Kampf um die Spitze zwischen Kentucky Bo (Rudolf Haller) und Zante Laser (Wolfgang Ruth), bei dem die italienische Stute Zante Laser einsprang.

Kentucky Bo konnte nach einer höllisch schnellen Eröffnung das Tempo ein bisschen zurücknehmen, was Zante Laser auch die Gelegenheit bot, wieder Anschluss zu finden. Kentucky Bo mit Rudi Haller war aber im Einlauf „Alleinherrscher", während die beiden Stuten aus dem Stall von Christoph Fischer Mon Cherrie Venus (Gregor Krenmayr) und I love You Darling (Erich Kubes) näher rückten, Zante Laser konnte aber den zweiten Platz verteidigen. Kentucky Bo zeigte als Sieger tolle 1:12,2 Minuten, konnte aber den Bahnrekord von Romi Mms aus dem Jahre 2016 von 1:11,4 Minuten nicht gefährden.

Seriensiegerin bei Amateuren top

Bei der erstmal durchgeführten Meile der Amateure ging es fast so schnell her, wie bei den Profis. Die Seriesiegerin Tirana mit Josef Maier sicherte sich trotz zweiter Startreihe schon nach einer halben Bahn die Spitze und legte eine tolle Pace hin, so dass ihr niemand nahe kam. Die Superstute aus dem Stall Weixlbaumhof hält jetzt bei sieben Siegen en suite, davon zwei mit persönlicher Rekordverbesserung, diesmal auf 1:14,7 Minuten.

Royal Crown setzt sich Krone auf

In der neuen Palio von Baden setzte sich zunächst Sherlock mit Gerhard Mayr im Kampf um die Spitze durch, wurde aber ab der letzten Gegenseite von Favorit Royal Crown Venus mit Karl Höbart angegriffen. Der Kampf um den Sieg währte bis zur Ziellinie, wobei sich Höbart mit seinem Royal Crown Venus ganz knapp durchsetzen konnte.

Conny Mayr siegt beim Trabreiten

Schließlich war diesmal – seit längerer Zeit – auch ein Trabreiten auf dem Programm, bei dem sieben Damen und ein Herr aus drei Bändern um den Sieg kämpften. Zunächst nutze Emma Jahrisch mit Odessas Boy ihre günstige Startposition, wurde aber dann von Rebound mit Cornelia Mayr auf der letzten Gegenseite angegriffen. Mayrs größere Routine machte sich bezahlt und sicherte der Berufsfahrerin den Sieg im Sattel.

Am Freitag geht es in Baden weiter

Erfolgreichster Trainer war diesmal Christoph Fischer mit vier Siegen, davon zwei Fahrersiegen von Gregor Krenmayr in den beiden letzten Rennen.
Der nächste Renntag ist schon am Freitag. Um 11.30 Uhr mit dem ersten KR Hochstaffl-Gedenkrennen für Drei- und Vier-jährige mit einer Dotation von 10.000 Euro.

1. Rennen: Aquila Venus mit René Karlovatz in 1:18,4 Minuten vor Azov und Jane Bo

2. Rennen: Spanedohano mit Gerhard Mayr in 1:17,4 vor Zafira Venus und Red Riding Hood

3. Renen: Monas Number One mit Walter Weinwurm in 1:17,4 vor Contessa Venus und Sultan Venus

4. Rennen: Action Killer mit Rudolf Haller in 1:16,9 vor Kurt Cobain und Domingo Sr

5. Rennen: Royal Crown Venus mit Karl Höbart in 1:17,9 vor Sherlock und Geraldine Sr

6. Rennen: Tirana mit Josef Maier in 1:14,7 vor Chuppa Chups und Annabella Venus

7. Rennen: Oscar Jan R mit Thomas Pribil in 1:16,1 vor Luna Sunrise und Kronos Vivienne

8. Rennen: Kentucky Bo mit Rudolf Haller in 1:12,2 vor Zante Laser und Mon Cherrie Venus

9. Rennen: Grafenegg mit Gerhard Mayr in 1:19,4 vor Kyza Deux Skee und Folies Bergère 

10. Rennen (Reiten): Rebound mit Cornelia Mayr in 1:17,4 vor Odessa Boy und Saskatchewan

11. Rennen: Kronprinz Rudolf mit Gregor Krenmayr in 1:16,4 vor Eagle`s Flight und JS Tolstoy

12. Rennen: Hannes Venus mit Gregor Krenmayr in 1:19,4 vor Jake F Boko und Admiral Fuchs