Ein ganz besonderer Gewinner

Very Special One gewann die prestigeträchtige Badener Meile. Fahrer Peter Platzer musste am Weg zum Sieg aber ganz außen zum großen Überholmanöver ansetzen.

Erstellt am 15. August 2021 | 16:31
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Peter Platzer trieb Very Special One zum Sieg in der Badener Meile.
Foto: Edi Risavy

Bei schwül-heißem Wetter bot der Badener Trabrennverein am Samstag Trabrennsport vom feinsten, insbesondere den internationalen Höhepunkt der Saison, die 57. Badener Meile: Neun vierbeinige Spitzenathleten aus Österreich, Deutschland und Serbien bildeten ein sehr ausgeglichenes Feld.

Nach dem „Ab“ schoss Thorsten Dietz mit River Flow an die Spitze und legte ein höllisch schnelles Tempo vor, während Dragon Darche (Manfred Strebel) am Start einsprang. Ari Kaarlenkaski versuchte mit der frischen Siegerin Orange Venus einen Angriff kam aber nicht vorbei. Gerhard Mayrs Angle of Attack (Rekord: 1:10,4 Minuten) sprang während des Rennens in Galopp.

Erst gegen Ende der letzten Gegengeraden kam Bewegung ins Feld: Der deutsche Amateurfahrer Peter Platzer lancierte mit seinem Very Special One einen Angriff in dritten Spur, auch Harald Sykora kämpfte mit dem bereits zwölfjährigen King of the World um den Sieg, aber Very Special One setzte sich durch, Canyon Castelets, ein im Deutschen Besitz stehender Franzose mit Catchdriver Erich Kubes erkämpfte sich knapp vor dem besten Inländer, Juliano Mo (Mario Zanderigo) den dritten Platz. Fidagu U.R., der mit tollen Formen aus Serbien angereist war und Starfahrer Jos Verbeeck im Sulky hatte, blieb hingegen blass.

Ein Sieg, nicht ganz nach Plan

Im Siegerinterview strahlte der Amateurfahrer über alles und erzählte, dass er lieber gleich an die Spitze gefahren wäre und ein Angriff in dritte Spur in der letzten Kurve nicht nach dem Geschmack seines in Familienbesitz stehenden Cracks war, aber Very Special One kämpfte und verschaffte seinem Fahrer den 21. Lebenssieg in hervorragenden 1:13,9 Minuten.

Als letztes Rennen stand zum ersten Mal in der Badener Saison ein Trabreiten auf dem Programm, auch hier war nach dem Ausfall von New Dawn mit der deutschen Sattelspezialisten Ronja Walter kein eindeutiger Favorit auszumachen. Marisa Bock ging mit Dean les Jarriais (beide aus Deutschland angereist)sofort an die Spitze und legte eine tolle Pace vor, trotzdem holte Martin Hinterholzer mit dem pönalisierten Avatar Jet rasch auf. Doch Dean les Jarriais ließ sich nicht von der Führung verdrängen, im Finish erkämpfte Sabrina Bruckner mit Mister Big Yankee noch den Ehrenrang vor Avatar Jet.

Walcher gewinnt Amateurmeile

Mathias Walcher sicherte sich mit dem von der Familie gezüchteten Camelot L die an seinen Vater Hans Walcher erinnernde Badener Meile der Amateure. Nicht der von Jos Verbeeck gefahrene Topfavorit Bitter Lemon, sondern der Außenseiter Folies Bergère mit Klaus Dresel gewann im Finish ein weitere „Internationales“.

Funny Rose Venus(Hubert Brandstätter) erhielt nach Behinderung durch die Ersteingekommene MS Junglefire(Josef Maier) den Sieg am „Grünen Tisch“ zugesprochen und schließlich gab es ein selten vorkommendes „Totes Rennen“ zwischen Dominator Venus(Mario Zanderigo) und Truman Venus(Thomas Pribil). Nächstes Wochenende gibt es sogar 2 Renntage, einen Abendrenntag am Samstag, dem 21. August (Beginn 18.30 Uhr) und am Sonntag, dem 22. August unter anderem die Palio von Baden (Beginn 15.30 Uhr).