Stephani-Ritt nach Schwarzensee. Der Stephani-Ritt nach Schwarzensee ist Niederösterreichs bedeutendste Rosstraditionsveranstaltung in der Weihnachtszeit, die auf eine vor Jahrhunderten Jahren gepflegte Tradtion zurückgreift, und vor fünf Jahren in neuer Form eine Wiederbelebung erlebt hat.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 30. Dezember 2018 (14:40)
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Referat Kultur und Pferd/NOEPS

Am Stefanitag, dem 26. Dezember 2018 fand der 5. Stephani-Ritt von Fahrafeld (Marktgemeinde Pottenstein) nach Schwarzensee (Marktgemeinde Weißenbach an der Triesting), Region Wienerwald, mit einer stattlichen Anzahl von Pferden und im Vergleich zu den Vorjahren mit mehr Gästen statt . Eine besondere Auszeichnung wurde diesem Stephani-Ritt durch einen brauchtumskundigen Kärntner zuteil, der diesen als Rosstraditionsveranstaltung von A bis Z Lob aussprach.

Kärnten zählt nämlich zu jenen Bundesländern, das eine Anzahl von Bräuchen rund ums Ross aufweisen kann, die weit in die Geschichte reichen. Niederösterreich (federführend mit den meisten Pferden und Pferdesportlern unter den Bundeländern), zählt zu jenen Bundesländern, die über ein Potential verfügen sich durch authentische Pferdekulturbeiträge Schritt für Schritt als "Rosskulturland" neu positionieren zu können. Der Stephani-Ritt nach Schwarzensee ist ein Schritt unter anderen in diese Richtung.

Referat Kultur und Pferd/NOEPS

Wie die Stephani-Reiter für das Wohl ihrer Rosse selbstverständlich selbst sorgten, so sorgen für das leibliche Wohl der Pferdefreunde beim Abritt in Fahrafeld der Pottensteiner Bürgermeister Daniel Pongratz mit Altbürgermeisterin Eva Baja-Wendl und in Schwarzensee die Bürgermeister von Weißenbach Johann Miedl und von Alland Ludwig Köck persönlich. Der Wallfahrtsseelsorger von Schwarzensee  Pater Ägidius Metzeler hat die Ross-Segnung gemäß einer für eine Rosstraditionsveranstaltung traditionell üblichen Form abgehalten.

Die Dorfgemeinschaft von Schwarzensee und die Polizeiinspektion von Weißenbach an der Triesting haben mit anderen zu einem gelungenen Ablauf beigetragen. Der Niederösterreichische Landesjagdverband war erstmals durch eine Jagdhornbläsergruppe (Jagdhornbläsergruppe Hermann Löns unter der Leitung von Hornmeister Wilfried Schlögl) und einer Anzahl von Jägern vertreten.

Referat Kultur und Pferd/NOEPS

Nationalratsabgeordneter Peter Gerstner, Hufschmied der Spanischen Hofreitschule, hat nach dem Festakt in zahlreichen Einzelgesprächen den Kontakt zu den Pferdefreunden aufgenommen und mit diesen über diverse Pferdethemen ausgetauscht. Gerstner, Miedl und Köck waren sich einig, dass der Stephani-Ritt einen guten Beitrag für die Wienerwaldregion und Niederösterreich erbringt.

Der "Erste Hirtenberger Reit- und Fahrverein" als Veranstalter ist mit Engagement und Freude dabei diese Tradition künftigen Generationen zu vermitteln. Es sind der bisherige Obmann Manfred Wöhrer und der neue Norbert Linsbichler sowie Kassierin Gertrude Köröcz, die mit Elan darauf schauen, dass diese Rosstraditionsveranstaltung in ihrer Form immer mehr Pferdefreunde anzieht, unter anderem die Reiter der Pferdehofs Winter aus Schwarzensee, und an künftige Generationen weitergegeben wird.