Asylwerber in Krankenhaus verstorben

Erstellt am 31. Juli 2014 | 15:01
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Ein Asylwerber des Erstaufnahmezentrums Traiskirchen ist an ansteckender Gehirnhautentzündung gestorben.
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Ein entsprechender Bericht der "Zeit im Bild" um 13 Uhr wurde vom Gesundheitsministerium bestätigt. Bei dem Mann handelt es sich um einen 24-Jährigen aus Somalia.

Der Asylwerber war Ende Juni nach Österreich gekommen und vor zwei Tagen ins Landesklinikum Baden eingeliefert worden. Von dort wurde er in ein Krankenhaus nach Wien überstellt, wo er heute, Donnerstag, gestorben ist. Dem Vernehmen nach dürfte der Mann nicht nur an bakterieller Meningitis gelitten haben, sondern auch HIV-positiv gewesen sein.

Antibiotika-Prophylaxe für alle Bewohner

Das Innenministerium hat in der Causa bereits Kontakt mit dem Gesundheitsministerium aufgenommen. Da die Krankheit ansteckend ist, bekommen nun alle Asylwerber in dem Erstaufnahmezentrum eine Prophylaxe in Form von Antibiotika. Die Medikamente werden noch heute im Laufe des Nachmittags nach Traiskirchen geliefert, teilte das Gesundheitsressort mit. Bis dahin dürfen die Asylwerber das Erstaufnahmezentrum nicht verlassen. Sobald sie die Medikamente eingenommen haben, bestehe aber aus medizinischer Sicht keine Ansteckungsgefahr mehr.

Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) sagte, dass er "nur über Medien von dem Fall informiert" sei. Er bezeichnete es als "tragisch, dass so etwas passiert". Der Stadtchef stellte auch die Frage in den Raum, wer die Verantwortung trage.
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