Babler fordert Verkehrsgipfel für die Region. Traiskirchens Stadtchef Andreas Babler fordert Verkehrsgipfel für das gesamte südliche Wiener Umland.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 26. Januar 2020 (04:37)
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Attila Janos will ein überregionales Verkehrskonzept , das Traiskirchen mit einbezieht.
NEOS

Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler, SPÖ, richtete einen dringenden Appell an die neue Verkehrsministerin Eleonore Gewessler.

Bürgermeister haben zu wenig Handhabe

„Als Bürgermeisterinnen und Bürgermeister kämpfen wir tagtäglich mit unseren bescheidenen Kompetenzen, um die Auswirkungen des jährlich steigenden Verkehrsaufkommens zu bewältigen. Die in der Vergangenheit durch Bund und Land gesetzten Maßnahmen für das gesamte südliche Wiener Umland, bringen für uns keine zufriedenstellende Lösung. Im Gegenteil: Der Verkehr auf den Bundes- und Landesstraßen wächst weiter an“, betonte Babler.

Er führt weiter aus: „Im Kleinen, auf unseren Gemeindestraßen und in unseren Siedlungen, dort wo wir als Gemeinden zuständig sind, schaffen wir überall Lösungen. Aber mit den übergeordneten Bundes- und Landesstraßen wird unser Leidensdruck immer größer. Was es dringend braucht, ist eine Trendwende. Keine zusätzlichen neue Riesenstraßen, die insgesamt nicht nur Naturlandschaften zerstören und zigtausende Quadratmeter Bodenversiegelung bedeuten würden, sondern einfach mehr Mut zum Durchgreifen. Etwa mit rigorosen Lkw-Durchfahrtsverboten durch unsere Gemeinden, sowie einen echten Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, jenseits der jahrelangen politischen Sonntagsreden. Seit Jahren werden wir hier durch Ankündigung vertröstet.“ Die neue Verkehrsministern sei gefordert, diese auch umzusetzen.

Auch NEOS Traiskirchen Spitzenkandidat Attila János fordert einmal mehr ein Mobilitätskonzept für die Zukunft von der Stadtregierung ein: „Es bedarf eines klugen, umfassenden und überregionalen Verkehrsplans für unsere Stadt, der unter Einbeziehung der Bevölkerung, der Wirtschaftstreibenden, der Nachbargemeinden und der Verkehrsexperten entsteht. Seit Jahren ist das in Traiskirchen ein Thema, seit Jahren gibt es in dieser Frage kaum Fortschritte. Ich möchte, dass unsere Kinder wieder mit dem Fahrrad zur Schule fahren und sich die Bürgerinnen und Bürger umweltschonend und ohne Stau durch die Stadt bewegen können.“

Wichtigste Forderungen der NEOS Traiskirchen für eine mittelfristige Entlastung sind die Einführung von verkehrsberuhigenden Maßnahmen, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Form von City-Bus-Linien und der Ausbau von geschlossenen Fahrradwegen, speziell für Kinder und Jugendliche.

Dazu hält Babler Folgendes fest: „Leider habe ich nicht die Zeit, auf alle möglichen Aussendungen von politischen Parteien, die erst ein paar Wochen vor der Wahl auftauchen, zu reagieren. Die Forderungen an die Verantwortlichen in Bund und Land meinerseits wurden ja schon ausführlich und klar formuliert.“