Christian Handler veröffentlichte neuen Roman. Der Traiskirchner Christian Handler setzt mit neuem Inspektor Sklensky-Band „Wiener Geflecht“ Krimi-Reihe in Druckereibranche fort.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 26. Oktober 2020 (03:23)
Christian Handler mit seinem neuesten Werk, dem Krimi „Wiener Geflecht“.
privat

Was mit Kurzgeschichten und Rätselkrimis begann, hat sein vorläufiges Finale in der Krimi-Reihe rund um den Sonderbeauftragten Inspektor Sklensky für Verbrechen in der Druckereibranche gefunden.

Dabei lebt der Inspektor schon seit dem Jahr 2015, „es ist eine Frage der Definition, was man als erstes Buch betrachtet“, sagt Autor Christian Handler, der seine ersten Texte als E-Book herausbrachte.

Sein erstes gedrucktes Werk war „Der Tote vom Gautschbottich“, auch hier gleich im Titel eine Referenz an die Druckereibranche. Zwar ist Handler gelernter Betriebswirt und IT-Spezialist, er stammt jedoch aus „einer alten Druckereifamilie, wir hatten in Traiskirchen bis in die 1970er Jahre selbst eine Druckerei“, die Liebe und Leidenschaft für dieses Gewerbe begleitet ihn weiter in seinen Romanen und Geschichten. Auch, weil die kleinen Druckereien fast schon alle verschwunden sind.

Deshalb versteht er es auch, neben den Verbrechen eine Welt zu beschreiben, die als einer der ersten Branchen überhaupt sich dem digitalen Wandel stellen musste. So kann es gut sein, dass ein in den 1950er Jahren ausgebildeter, „alter, knorriger Drucker“ mit den modernen Erfordernissen des Druckereiwesens nicht viel anfangen kann und seinen Unmut darüber in den Büchern auch klar artikuliert.

„Ich habe selbst in verschiedenen Druckereien gearbeitet und habe natürlich ein gewisses Insider-Wissen. Manche Charaktere, die ich dabei kennegelernt habe, lasse ich natürlich auch in meine Romane einfließen. Wer auch tiefere Einblicke hat, der wird vielleicht die eine oder andere Person erkennen“, schmunzelt Handler. In seinem neuen Roman „Wiener Geflecht“, der ab sofort in den regionalen Buchhandlungen und via Internet zu erwerben ist, geht es einerseits um die Wiener Unterwelt per se, dann um das unterirdische Netz an alten Verbindungsgängen, die die Stadt durchzieht und um das „Wiener Geflecht“, das eine charakteristische Bespannung von Stühlen kennzeichnet. Ein Anliegen war es Handler, der auch überlegt, einen seiner Krimis in Traiskirchen spielen zu lassen, „dass das Buch in Österreich gedruckt wurde“. Das sei er den Kollegen in der österreichischen Druckereibranche einfach schuldig.