Ehrenzeichen zum Pensionsantritt für Chefinspektor. Chefinspektor Kurt Wagner bekam vor seinem Pensionsantritt am 1. August das Silberne Ehrenzeichen verliehen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. Juli 2021 (03:45)
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Niederösterreichs Polizeidirektor Franz Popp, Chefinspektor Kurt Wagner, Bundesminister für Inneres, Karl Nehammer und Bezirkspolizeikommandant Hannes Jantschy. Jürgen Makowecz
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Eine Polizeiinspektion Traiskirchen ohne Kurt Wagner ist fast nicht vorstellbar. War der Chefinspektor doch fast seine ganze berufliche Karriere hier eingesetzt.

Bezirkspolizeikommandant Hannes Jantschy würdigt daher die Leistungen von Wagner: „Gerade in Traiskirchen war seit vielen Jahren, bedingt durch die ständigen Veränderungen im Fremden- und Asylwesen, immer enormes Engagement und großes Maß an Flexibilität nicht nur im exekutiven Außendienst, sondern auch im internen Dienstbetrieb sowie in der Mitarbeiterführung erforderlich.“

Dazu kamen ständige Personalwechsel durch Versetzungen und die Vielzahl an Zuteilungen von Bediensteten aus verschiedenen Bezirken Niederösterreichs. Die besonderen Diensteinteilungen und Dienstleistungen in der Betreuungsstelle Ost forderten „über Jahre die Managementfähigkeiten des Kommandanten.“

Die Betreuungsstelle Ost stand und steht immer wieder im Zentrum der medialen Berichterstattung. Kurt Wagner nahm die großen Herausforderungen an und erledigte diese für den Dienstgeber zufriedenstellend.

Das herausragende Ereignis in seiner Karriere war mit Sicherheit die Flüchtlingskrise.

Bereits im Jahr 2014 war in der Betreuungsstelle Ost ein starker Zugang von Asylwerbern zu bemerken. Es waren deutlich über 1.500 Bewohner untergebracht. Diese Herausforderung erreichte im Jahr 2015 ihren Höhepunkt, eine Zeltstadt für mehr als 5.0000 Asylwerber, die damals in der Betreuungsstelle untergebracht waren, wurde aufgebaut.

Humanitäre Hilfe & Ordnung in der Stadt

Jantschy betont: „In dieser Zeit galt es einerseits eine humanitäre Grundsicherung zu gewährleisten und andererseits in der Stadt Traiskirchen die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit aufrecht zu erhalten.“

Nicht zuletzt während der „Corona“-Krise zeigte der Chefinspektor seine vorbildliche Einstellung und seine „Vernetzung“ bei der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Organisationen.

So gelang es, von 24. März bis 30. April 2020, die Sicherheit für mehr als 600 Asylwerber aufrecht zu erhalten, obwohl die Bezirkshauptmannschaft ein Betretungsverbot wegen Corona-Fälle über das Erstaufnahmezentrum verhängt hatte.

Gerade in derart schwierigen Zeiten war von Kurt Wagner wiederholt sein Spruch: „Machen wir schon!“ und „Alles wird gut!“ zu hören.

Nicht zuletzt deshalb krönt eine hohe Auszeichnung sein Karriere-Ende: Innenminister Karl Nehammer, ÖVP, und Landespolizeidirektor von NÖ Franz Popp überreichten dem Chefinspektor das Silberne Ehrenzeichen für besondere Verdienste um die Republik Österreich.