FPÖ will mehr Licht am Bahnhof. Anton Lojowski und Reinhard Langthaler sehen Kriminalitätsrate im Ansteigen begriffen. Zahlen liegen nicht vor.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 13. März 2019 (14:57)
Jandrinitsch
FPÖ-Stadtparteiobmann Anton Lojowski ()l.) und FPÖ-Klubobmann Reinhard Langthalter.

Die FPÖ Traiskirchen befürchtet, dass die Stadt Traiskirchen und damit auch ihre Bürger seit Beginn des Jahres wieder vermehrt von Straftätern heimgesucht werden.

„Die Kriminalitätsrate ist gestiegen“, sagt FPÖ-Stadtparteiobmann Anton Lojoswski.

Zur Untermauerung dieser Behauptung hat er diverse Medienberichte mitgebracht, die vor allem den Einbruch in ein Wohnhaus und Vorfälle am Bahnhof Traiskirchen, sprich in der Badener Bahn Station, zum Thema haben.

„Traiskirchen ist ein Hotspot“, bekräftigt auch FPÖ-Klubobmann Reinhard Langthaler. Besonders der Bahnhof sei ein Ort, an dem es immer wieder zu kriminellen Vorfällen komme, in letzter Zeit wieder vermehrt. Bereits mehrmals habe sich die FPÖ dafür eingesetzt, den Bahnhof kundenfreundlicher zu gestalten.

„Schon als der Bahnschalter geschlossen wurde, haben wir bei den Wiener Lokalbahnen dagegen protestiert. Wir sind davon ausgegangen, dass ein geschlossener Bahnhofschalter das Sicherheitsrisiko für die Fahrgäste erhöhen wird. Außerdem haben wir in einem Schreiben auch gefordert, dass der Bahnhof unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten umgestaltet wird. Wir haben bis jetzt keine Antwort auf unser Schreiben an den Vorstand der Wiener Lokalbahnen bekommen“, erzählt Lojowski.

Zahlen, die die Behauptung, dass die Kriminalität in Traiskirchen im Allgemeinen und am Bahnhofsgelände im Besonderen ansteigt, kann die FPÖ aber nicht vorweisen. Trotzdem fordern Lojowski und Langthaler unisono: „Die Polizei soll mehr Präsenz zeigen“.

Polizei verweist auf nur wenige Vorkommnisse

Günther Skrianz, Fachbereichsleiter Referat Kriminaldienst vom Bezirkspolizeikommando Baden, hält aufgrund der Vorwürfe fest: „Die genauen Zahlen hinsichtlich der Kriminalitätsstatistik 2018 werden erst Mitte März auf dem Tisch liegen. Es stimmt, dass es im Zeitraum Dezember bis Jänner zu mehreren Wohnhauseinbrüchen gekommen ist.

Dabei handelte es sich aber um die für die Jahreszeit typische Dämmerungseinbrüche, die Tätergruppe wurde bereits ausgeforscht. Der betreffende Vorfall am Bahnhof ereignete sich unter Jugendlichen, die Suchtgifthandel betrieben haben. Einer der Jugendlichen verlieh seiner Aufforderung nach Geld mit einem Messer Nachdruck.

Die Jugendlichen haben sich aber gekannt und standen in einer längeren Beziehung miteinander. Außerdem wurde einem Polizeibeamten in Zivil Cannabis angeboten. Und bei dem Raubüberfall am Bahnhof wurde der Täter bereits gefasst und in Haft genommen.“ Skrianz betont aber: „2018 war ein so ruhiges Jahr, wie es schon lange keines mehr gab. Der Suchtgifthandel ist weitgehend eingedämmt, aus den zuvor genannten Vorfällen kann man kein keinen Kriminalitäts-Anstieg konstruieren. Die Polizei macht ihre Arbeit.“