Kaiserau wird renaturiert: Wasser fließt bald wilder. Die Schwechat wird im Bereich der Au in der Stadtrandsiedlung in Traiskirchen revitalisiert. Mit diesem EU- weitem Projekt soll der Alpen- Karpaten-Korridor gestärkt werden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. Februar 2020 (04:00)
So soll das Schwechatau-Gebiet nach der Revitalisierung wieder ausehen.
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Die Schwechat wird im Bereich der Au in der Stadtrandsiedlung revitalisiert. Dazu soll hier auf rund 400 Meter Länge die harte Verbauung aus Blocksteinen entfernt werden, um dem Fluss wieder mehr Dynamik zurückzugeben und eine Ausgestaltung natürlicher Uferstrukturen zuzulassen. Davon profitieren seltene Arten, darunter Eisvogel und Würfelnatter. Vorbild für die Revitalisierung ist die Wienersdorfer Au.

Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler, SPÖ, ist vom Nutzen des Projektes überzeugt: „Gerade in Zeiten der Klimadiskussion ist es wichtig, Flüsse und ihre begleitenden Auen zu erhalten und zu renaturieren. Intakte Naturräume sind für uns als Naherholungsraum, Klimaregulator sowie Lebensraum für Tiere und Pflanzen unerlässlich. Besonders freut mich, dass mit der Unterstützung der Stadtgemeinde Traiskirchen eine der größeren Maßnahmen bei uns im Stadtgebiet stattfinden kann.“

Ausgeführt wird das Pilotvorhaben vom Projektträger Schwechat Wasserverband gemeinsam mit den Projektpartnern eberstaller zauner büros und der Leyrer + Graf Baugesellschaft m.b.H..

Die Bauarbeiten starten Anfang Februar. Das Projekt wird auch von der Europäischen Union unterstützt und sieht vor, den Alpen-Karpaten-Korridor zwischen den östlichen Ausläufern der Alpen und dem westlichen Teil der Karpaten zu stärken, gerade weil dieser Korridor im dicht verbauten städtischen Gebiet liegt.