Konstituierende Sitzung: "Respekt vor dem Amt"

Erstellt am 05. März 2020 | 17:27
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Der neue Traiskirchner Stadtrat mit Vize Franz Gartner und Bürgermeister Andreas Babler.
Foto: Judith Jandrinitsch
Viele honorige Gäste hatten sich in den Stadtsälen von Traiskirchen versammelt, um die konstituierende Gemeinderatssitzung Mittwochabend mitzuerleben.
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Doch auch die Angehörige jener Mandatare, die als neue Vertreterinnen und Vertreter des Ortsparlaments angelobt wurden. 36 Gemeinderäte waren anwesend, nur einer war entschuldigt. Den Altersvorsitz hatte Vizebürgermeister Franz Gartner inne, er leitete die Angelobung der Gemeinderäte und die Wahl des Bürgermeisters. Der Wahlvorschlag der SPÖ lautete auf Andreas Babler.

Die Wahl wurde geheim durchgeführt, Gartner achtete mit Stadtamtsdirektor Alfons Klebl penibel darauf, dass die Wahlordnung auch eingehalten wurde. Das Ergebnis nach der Wahl bedeutete einen emotionalen Moment für Andreas Babler: Er wurde einstimmig, und das ist einmalig in der Geschichte Traiskirchens, zum Bürgermeister gewählt. Babler sagte in einer ersten Reaktion nach dieser Erkenntnis gegenüber der NÖN:  

"Unser Archivar hat im Stadtarchiv nachgeforscht, er ist bis ins Jahr 1924 vorgedrungen. Es hat sich herausgestellt, dass eine konstituierende Sitzung mit Bürgermeisterwahl noch nie einstimmig war." Auch Vizebürgermeister Franz Gartner, von Babler scherzhaft als "aufstrebender, junger Politiker" bezeichnet, wurde fraktionsübergreifend einstimmig gewählt. Es blieb übrigens bei der Funktion eines Vizebürgermeisters für die Stadt, auch die Anzahl der Stadträte wurde so wie bisher bei 12 belassen. Und auch die Besetzung der Ausschüsse und die zuvor mit den Parteien besprochene Verteilung der Stadtratsressorts verlief ohne Diskussion. Babler sagte nach seiner Wahl zum Bürgermeister: "

Das ist ein sehr emotionaler Moment für mich. Es ist für mich spürbar, was es heißt, die Verantwortung übertragen zu bekommen, es  ist beeindruckend, mit welcher Mandatsstärke dies die SPÖ erreicht hat." Babler dankte allen, die Teil der sozialdemokratischen Bewegung in Traiskirchen sind, die im Wahlkampf alles gegeben haben, "auch wenn sie es jetzt vielleicht nicht in den Gemeinderat geschafft haben, sind sie teil der Erfolgsgeschichte", betonte Babler. Der Stadtchef will das "einzigartige Konzept Traiskirchens, die durchdringende solidarische Stadtgemeinschaft" weiter ausbauen.

Wie das gelingen soll und wie die Ausschüsse besetzt sind, lest ihr in der kommenden Printausgabe der NÖN Baden.

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