Kranzniederlegung bei Mahnmal. Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Das war die Botschaft, als Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler einen Kranz beim neu renovierten Kriegerdenkmal am Friedhof niederlegte.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 21. Mai 2019 (11:06)

Mit einer Gedenkfeier gedachte die Stadtgemeinde Traiskirchen des Kriegsendes 1945. Die Feier mit Kranzniederlegung stand ganz im Gedenken an die Opfer von Terror, Gewalt und Krieg. Bei der Gedenkfeier wurde auch das in den letzten Monaten generalsanierte Mahnmal an seinem neuen Standort beim Friedhof Traiskirchen eröffnet. Die Initiative zur Renovierung ging von der Stadt Traiskirchen aus. Das Denkmal war schon ein bisschen in die Jahre gekommen, die Bausubstanz nicht mehr die Allerbeste. Daher wurde das Mahnmal saniert und an einem neuen Standort, am Friedhof Traiskirchen, neu errichtet. Zuvor stand es bei der Volksschule Traiskirchen (bei der Badner Bahn Station in der Stadt). Die Sanierungsarbeiten wurden von der Traiskirchner Firma Ecker durchgeführt. Das Mahnmal erinnert an die Opfer der beiden Weltkriege. Bürgermeister Andreas Babler betonte in seiner Rede, wie wichtig es gerade heute ist, die Geschichte in Erinnerung zu rufen und dem Faschismus die Stirn zu bieten.

Stadtgemeinde Traiskirchen



„Glaubt nicht, ihr hättet Millionen Feinde - euer einziger Feind heißt Krieg". 

Das im neuen Glanz erstrahlende Mahnmal soll daran erinnern, „alles zu tun, um solch dunklen Zeiten niemals wieder zuzulassen. Das sind wir den vielen Millionen Opfern schuldig, jedem Einzelnen, jeder einzelnen Mutter, jedem einzelnen Vater, jedem einzelnen Kind, die so viel Leid ertragen haben und ihr Leben lassen mussten. Es war auch ein Gedenken an diejenigen besonderen Menschen, die sich aktiv gegen das Gräuelregime der Nazis stellten, auch speziell an zwei große Söhne unserer Stadt: Anton Hermann und Anton Heilegger, die politisch verfolgt inhaftiert und hingerichtet wurden.“

„Gerade in einer Zeit, in der diese unglaubliche Verrohung der Sprache in unserer Gesellschaft und in der Politik wieder Einzug gefunden hat, in einer Zeit wo Journalistinnen und Journalisten wieder eingeschüchtert werden, in einer Zeit wo noch immer versteckt in den Kellern Nazilieder gegrölt werden, und in einer Zeit in der sichtbar ist, dass viele sich nicht glaubhaft von diesem ekligen Geiste lossagen können, sind wir es uns und den Millionen von Ermordeten schuldig, all diesen Ewiggestrigen unsere Stirn zu bieten und ihnen zuzurufen: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Die Gedenkfeier fand gemeinsam mit den Feuerwehren der Stadt, der Stadtkapelle und den Kirchenvertretern statt.