Krisen regional bewältigen. Traiskirchen war Austragungsort einer Zusammenkunft von Ortschefs und NGOs.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 18. Dezember 2018 (05:54)
Stadt- gemeinde Traiskirchen
Die Teilnehmer beim Diskutieren im Traiskirchner Rathaus.

Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 31 Gemeinden und NGOS und insgesamt 14 europäischen Ländern – das ist die Bilanz der Konferenz der europäischen Regionen, die in der Vorwoche in Traiskirchen stattfand. Mit dabei waren neben Bürgermeistern auch Vertreter von Nicht-Regierungsorganisationen (NGOS) – die alle eines verbindet: Nämlich, dass ihre jeweilige Region von Migration und Fluchtbewegungen besonders betroffen ist.

Austragungsort der Konferenz war Traiskirchen deshalb, weil die Stadt einer der Partnerkommunen im EU-Projekt „Snapshots from the border – Seitenblicke von den Grenzen“ ist. Ein Projekt, welches sich zum Ziel gesetzt hat, sich in Migrationsfragen gegenseitig den Rücken zu stärken und zukünftig mit einer Stimme zu sprechen.

Stadt- gemeinde Traiskirchen
Bürgermeistertreffen: Francis Debono, Marsa – Malta, Salvatore Martello, Lampedusa – Italien und Andreas Babler, Traiskirchen.

Das von der Europäischen Union (EU) kofinanzierte Drei-Jahres-Projekt wird unter der Leitung der italienischen Gemeinde Lampedusa, medial bekannt durch die vielen mit Booten ankommenden Flüchtlingen, durchgeführt. Neben Traiskirchen ist auch Straß in der Steiermark Teil des Projekts.

Für Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) war die Konferenz nicht nur inhaltlich gewinnbringend. Die Stadt hätte auch bewiesen, organisatorisch für internationale Konferenzen wie diese bestens gewappnet zu sein. „Ich bin sehr stolz auf mein Team“, lobt der Stadtchef. Im Rahmen der Konferenz erklärte Andreas Babler jedenfalls, dass es vor allem das Engagement der Bürger gewesen sei, welches zur Bewältigung der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 beigetragen hätte.