Längere Wartezeiten: Kritik an neuem Bus-Plan

Erstellt am 09. September 2020 | 04:18
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Die VOR-App „Von A nach B“ zeigt die Busroute von Tribuswinkel nach Oeynhausen um die fragliche Zeit.
Foto: Screenshot VOR
Schülerinnen und Schüler aus Oeynhausen müssen Verschlechterungen in Kauf nehmen.
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 Am Montag war der erste Schultag und dementsprechend groß die Aufregung, als der Linien-Bus, der die Kinder von der Haltestelle vor der Volksschule in Tribuswinkel in den Stadtteil Oeynhausen bringen sollte, nicht zur gewohnten Zeit fuhr, also um 11.05 Uhr, sondern rund 25 Minuten später.

Das weiß auch Schulstadtrat Clemens Zinnbauer, SPÖ, an den sich einige Eltern erbost gewandt haben.

„Die Busverbindung um diese Zeit wurde scheinbar gesplittet, um die gewohnte Zeit fährt er nicht mehr“, sagt Zinnbauer. Der Bus fahre auch nicht mehr direkt vor der Schule weg und in Oeynhausen halte er nur mehr in der Strauchgasse und fahre nicht ins Ortszentrum, was zur Folge hat, dass die Kinder die Bundesstraße überqueren müssen. Geschuldet ist das dem neuen Fahrplan, der in der gesamten VOR-Region (Verkehrsverbund Ost) seit Montag, 31. August in Kraft ist.

Die Ortsvorsteher von Oeynhausen Erich Pinker, Stefan Magloth von Tribuswinkel und Josef Riesner von Möllersdorf, alle drei von der SPÖ, protestieren gegen die Einsparungen in der Schulbus-Taktung in ihren Ortsteilen.

Fahrplan: Schüler haben oberste Priorität

Auch Stadtchef Andreas Babler, SPÖ, ist über die Situation ungehalten. „Unsere Gemeinderätin Tamara Pichler konnte bereits erreichen, dass die Kohlbacher Siedlung in Möllersdorf wieder angefahren wird. Die war auch plötzlich nicht mehr im Plan“, sagt Babler. Oberstes Prinzip sei, „dass auf die Schüler

innen und Schüler Rücksicht genommen wird. Die Verbindungen für die Schüler müssen besser werden.“

VOR-Sprecher Georg Huemer, erklärt: „Vor Umsetzung des aktuellen Projektes sind in der Region rund 2,7 Millionen Kilometer im Jahr an Busleistungen zur Verfügung gestanden, jetzt sind es rund 3,6 Millionen Kilometer im Jahr.“ Zur kritisierten Situation in Tribuswinkel meint Huemer: „Was eine Verbindung um 11:05 betrifft: Derzeit gibt es da einen an sich durchaus zumutbaren Fußweg und etwas Wartezeit. Ich werde das natürlich mit der verantwortlichen Fahrplanexpertin besprechen, gegebenenfalls kann man den Fahrplan adaptieren.“ Der Bus fährt laut Fahrplan jetzt um 11.20 Uhr, Versprechen könne Huemer keine abgeben, da er nicht wisse, „ob dieser Buskurs nicht irgendwo ‚Zwangspunkte‘ hat – also einen Bahnanschluss oder eine andere Schule, die erreicht werden muss. In dem Fall wäre auch eine ‚kleine Verschiebung‘ schwer möglich“.

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