Mädchen wurde zu sexuellen Handlungen genötigt. Zum Tatzeitpunkt 15-jähriger Bursche soll Mädchen zu sexuellen Handlungen genötigt haben. Zwölf Monate bedingt!

Von Brigitte Steinbock. Erstellt am 05. Dezember 2017 (05:22)
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Beim Gerichtsprozess gegen einen zum Tatzeitpunkt 15-jährigen Iraker gab es einige Anlaufschwierigkeiten.

Am ersten Tag fehlte der richtige Dolmetscher für den Angeklagten, beim zweiten Mal hatte der Dolmetscher einen Unfall am Weg zur Verhandlung – doch beim dritten Mal hat es nun geklappt. Die Staatsanwaltschaft warf dem jungen Iraker vor, dass er eine Minderjährige in sein Zimmer gelockt und zu sexuellen Handlungen genötigt haben soll. Er soll das Mädchen mit dem Versprechen, Orangen mit ihm zu teilen, in sein Zimmer gelockt haben.

Wegen Berufung ist das Urteil nicht rechtskräftig

Nachdem das noch jüngere Opfer vor Gericht ausgesagt hatte und der Senat dem Mädchen glaubte, wurde der Angeklagte wegen versuchter geschlechtlicher Nötigung und versuchtem sexuellem Missbrauch von Unmündigen zu zwölf Monaten bedingt mit Probezeit drei Jahre veruteilt.

Anwältin Martina Hackl hat danach allerdings sofort Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung angemeldet – somit ist das Urteil gegen den jungen Mann aus dem Irak bis dato nicht rechtskräftig.