Nach Kritik: Babler weist FP in Schranken. Stadt-FPÖ kritisiert Stadtchef, weil er zu Vergewaltigung geschwiegen habe. Dieser spricht von „schmutzigem Stil“ der Blauen.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 26. Juni 2018 (05:03)
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In dem Bereich soll die Vergewaltigung passiert sein.
NOEN, Lenger

Nach dem Bekanntwerden einer Vergewaltigung in der Vorwoche gehen politisch gesehen die Wogen hoch. Wie die NÖN bereits online berichtete , hatte ein 19-jähriger afghanischer Asylwerber eine 20-jährige albanische Asylwerberin vergewaltigt. Der Beschuldigte konnte am Mittwoch der Vorwoche in Bayern angehalten werden. Seitens der Landespolizeidirektion NÖ hieß es, die Staatsanwaltschaft werde die weiteren Maßnahmen zur Auslieferung nach Österreich betreiben.

Unterdessen schoss sich die Stadt-FPÖ auf SPÖ-Bürgermeister Andreas Babler ein. Stadtparteiobmann, Stadtrat Anton Lojowski und Klubobmann, Gemeinderat Reinhard Langthaler kritisierten, dass Babler zu dem Vorfall schweige. „Ich hätte mir zumindest mahnende Worte aus dem Bürgermeisterbüro erwartet“, so Lojowski. Es sei „unfassbar“, wie viel Kriminalität „diese unkontrollierte Massenzuwanderung“ gebracht hätte, fügt Langthaler hinzu.

Babler: „Schmutziger Politikstil der FPÖ!“

Angesprochen auf die Kritik der FPÖ erklärt Stadtchef Babler, die Vergewaltigung sei „eine schreckliche Straftat“, die von den zuständigen Behörden auch als solche zu bearbeiten und zu ahnden sei.

Politisches Kleingeld aus einem so tragischen Vorfall zu machen, sei entbehrlich, so Babler gegenüber der NÖN Baden: „Nur aus diesem Grund heraus dieses Gewaltverbrechen gegen die junge Asylwerberin seitens der so erfolglosen und dauerfrustrierten Orts-FPÖ zu politischen Zwecken zu missbrauchen, ist mehr als schäbig.“ Und Babler ergänzt: Ein so schmutziger Politikstil habe in der Stadt nichts verloren. Seine Meinung dazu habe er auch Stadtrat Lojowski persönlich mitgeteilt: „Ich denke, er hat es verstanden!“