Paul Schnecker möchte mehr Verständnis für Gastronomie. Gastronom Paul Schnecker belebt nicht nur die Innenstadt von Traiskirchen. Jetzt will er auch Mödling wecken.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 20. Juni 2019 (12:23)
Grabner
Paul Schnecker hat mit seiner Freundin Nina Waldner im September 2018 das Pub am Traiskirchner Hauptplatz übernommen.

Paul Schnecker hat vorigen Herbst das Pub mitten am Traiskirchner Hauptplatz übernommen und es in das „S‘Schneckerl“ verwandelt.

Was ihn dabei besonders gefreut hat, war, dass er vonseiten der Stadt, sprich von Stadtchef Andreas Babler, SP, jegliche Unterstützung dafür bekommen hat.

Mittlerweile ist Schnecker gastronomisch auch in der Stadt Mödling tätig. Dort führ er mitten in der Innenstadt das „Tortuga Pub“. In der Fußgängerzone ist es allerdings schwieriger, auf uneingeschränkte Akzeptanz seitens der Anrainer zu stoßen. Denn kaum wird es ein bisschen lauter, dann hagelt es Beschwerden.

„Wir haben eine Online-Petition gestartet, in der es darum geht, Verständnis für eine belebte Innenstadt zu wecken"

Dem will Schnecker jetzt gemeinsam mit anderen Abendgastronomen entgegensteuern. Er erklärt: „Wir haben eine Online-Petition gestartet, in der es darum geht, Verständnis für eine belebte Innenstadt zu wecken. ‚Wir Abendgastronomen arbeiten gerade an einem Schreiben, in dem wir unsere Ideen festhalten. Am Mittwoch gibt‘s noch einen Aktionstag, wo man die Petition auf Papier unterschreiben kann, dann übergeben wird das Papier Mödlings Bürgermeister Hans Stefan Hintner (VP).“

Schnecker gibt zu, dass die Situation bezüglich Ausgehen zwischen Traiskirchen und Mödling nicht unbedingt vergleichbar ist.

Er meint: „Die Menschen hier in Traiskirchen waren über das Pub am Hauptplatz sehr dankbar, weil so ein Lokal in der Infrastruktur von Traiskirchen einfach gefehlt hat. Traiskirchen ist eine Heurigenstadt, wo es sonst nicht viele Ausgehmöglichkeiten gibt. Beim S‘Schneckerl führt eine belebte Straße vorbei, anders als in der Mödlinger Innenstadt, wo die Anrainer gewohnt sind, dass sich nach Einbruch der Dämmerung nicht mehr viel tut.“ Ein Mindestmaß an Verständnis für die Gastronomen wünscht er sich allerdings auch vom Mödlinger Bürgermeister.