Polizisten bei Einsätzen in Erstaufnahmestelle verletzt. Wie bereits online berichtet, wurden acht Polizisten bei zwei Einsätzen in der Erstaufnahmestelle Traiskirchen verletzt.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 01. August 2019 (11:33)
NOEN, Franz Baldauf

Drei Polizisten wurden bei der versuchten Abschiebung einer vierköpfigen Familie aus dem Südsudan verletzt. Die ansonsten in solchen Fällen meist ruhig verlaufene Festnahme war deswegen eskaliert, da ein Familienmitglied noch etwas mitnehmen wollte, allerdings das festgelegte Mindestgewicht bereits erreicht hatte. Im Zuge der Auseinandersetzung wurde drei Beamte verletzt.

Einen Tag später zeigte ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma im Erstaufnahmelager an, dass es zu Streitigkeiten zwischen Asylwerbern gekommen sei und forderte Unterstützung durch die Bundespolizei an. Vier Beamte eilten herbei und fanden in einem Zimmer eine verletzte Kolumbianerin und einen Marokkaner vor. Da Blut im Zimmer vorgefunden wurde, begannen die Polizisten sofort zu ermitteln, stießen dabei jedoch auf erheblichen Widerstand.

Das Paar wollte bei seinem Beziehungsstreit keine Einmischung durch die Polizei. Vor allem die Frau geriet derart in Rage, dass sie mit ihrem Temperament den Beamten erhebliche Probleme bereitete. Insgesamt wurden bei dem Gerangel fünf Polizisten verletzt. Die zwei Asylwerber wurden festgenommen, nach Einschaltung der Staatsanwaltschaft  wurde „Anzeige auf freiem Fuß“ verfügt. Nachdem aber, wie sich herausstellte, seitens des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl (BFA) gegen die Kolumbianerin bereits ein Verfahren läuft, erfolgte rasch die neuerliche Festnahme der Frau durch die Fremdenpolizei. Sie wurde nach Wien zum Polizeianhaltezentrum gebracht und steht vor ihrer Abschiebung nach Kolumbien.

Laut Bezirkspolizeikommando Baden komme es immer wieder zu Einsätzen im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen, wo Alkohol im Spiel sei, den viele Bewohner nicht gut vertragen würden. Dass jedoch bei zwei Einsätzen unmittelbar hintereinander gleich acht Polizisten verletzt wurden, sei eine Ausnahme.