„Smart City“ im Werden. Bürgermeister sieht großen Wurf: Weichen für Zukunft sind gestellt.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 27. Dezember 2019 (03:23)
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Die Stadt soll in allen Bereichen der grünen Technologie Vorzeigestadt werden, eine „smart city“ eben. Die Weichen dazu wurden in der vergangenen Gemeinderatssitzung gestellt.

Stadtchef Andreas Babler organisiert die Stadtverwaltung um.
Grabner

Die ganze Stadtverwaltung muss dazu umgebaut werden, das bestätigt auch Bürgermeister Andreas Babler, SPÖ. Der Stadtchef erläutert: „Ich habe gerade den größten Umbau der städtischen Verwaltungsstruktur in den letzten zwei Jahrzehnten in die Wege geleitet. Bereits jetzt in der Stadtverwaltung tätige Expertinnen und Experten werden in einem neu geschaffenen Zukunftsressort gebündelt und durch weitere Fachexpertise im Bereich Ökologie, Energie, Stadtplanung und Digitalisierung punktuell ergänzt. Das ist ein wichtiger Meilenstein in Richtung Zukunft. Denn die Herausforderungen in Hinblick auf klima-intelligente Raumplanung, nachhaltige Energieversorgung und Digitalisierung sind enorm.“

Weg zur Smart city wird ab sofort beschritten

Das braucht natürlich auch Personal, das schlägt sich auch im Voranschlag und im Dienstpostenplan wieder. Genau diesen Punkt kritisiert aber die FPÖ. Sie gab als einzige Fraktion keine Zustimmung.

FPÖ-Chef Anton Lojowski sieht die Kosten im Personalbereich kritisch.
Grabner

FPÖ-Klubobmann Reinhard Langthaler begründet dies unter anderem wegen „fehlender Transparenz bei Subventionsvergaben und der massiv steigender Personalkosten“. Außerdem würden die Freiheitlichen manche Positionen anders budgetieren. Bürgermeister Babler ist indes überzeugt, dass die Weichen für die Zukunft in der Sitzung gestellt wurden, nicht nur was das Budget und die Entwicklung der Stadt zur „smart city“ betrifft, sondern auch die Flächenwidmung. Nach eineinhalb Jahren der Vorbereitung „ist der neue Flächenwidmungsplan in der Gemeinderatssitzung vom Dienstag beschlossen worden“, erklärt Babler.

Damit sei Traiskirchen „die einzige Stadt in Niederösterreich, der es wirklich gelungen ist, die Verbauung in ihrem Stadtgebiet zu unterbinden.“ Der einzige Dringlichkeitsantrag in der Gemeinderatsitzung wurde wieder von den Freiheitlichen gestellt. Dabei sollte der Bürgermeister mit Verhandlungen beauftragt werden, um in der Postservicestelle in Möllersdorf als Ersatz für die geschlossene Sparkassenfiliale ein Selbstbedienungsfoyer oder einen Selbstbedienungsautomaten möglich zu machen.

Babler erinnerte aber daran, dass dies rechtlich gar nicht möglich sei, „in einer Postfiliale einen Sparkassenableger zu bringen.“

Babler berichtet: „Ich habe mich von Anfang an gemeinsam mit den Initiatoren und zusammen mit den betroffenen Kunden an die Spitze der Protestmaßnahmen gestellt und auch bereits kurz nach der Schließung die Einrichtung von Alternativen im Stadtteil gefordert.“ Der Antrag wurde von Babler so umformuliert, dass in der ehemaligen Sparkassenfiliale ein Selbstbedienungsfoyer oder ein Selbstbedienungsautomat eingerichtet werden soll.