Sonja Skudnigg ist neue VS-Direktorin. Sonja Skudnigg übernimmt positiv gestimmt erstmals die Leitung einer Schule. Sie ist Traiskirchens neue Volksschul-Direktorin.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 05. September 2020 (04:55)
Die neue Direktorin der Volksschule Traiskirchen heißt Sonja Skudnigg.
Jandrinitsch

15 Jahre lang unterrichtete Sonja Skudnigg in Wien, bevor sie aus familiären Gründen nach Niederösterreich übersiedelte und hier als Lehrerin tätig zu werden begann. Sie erzählt: „Ich bin eine Zeit lang zwischen Wien und Niederösterreich hin- und hergependelt, wohne aber mittlerweile in Niederösterreich.“

Integrationsklassen standen im Zentrum

Ihr Herz gehörte immer den „Integrationsklassen, ich bin ja auch ausgebildete Sonderschullehrerin. Ich habe bis zuletzt mit Integrationsklassen gearbeitet und diese auch an meiner vorigen Schule, der Volksschule Teesdorf, erstmals in die Praxis umgesetzt“. Dabei weiß Skudnigg: „Integrationsklassen stehen und fallen mit dem Lehrerteam, das sie betreut. Doch in Teesdorf haben sich damals alle brav eingelassen auf dieses Abenteuer“.

Ein neues Abenteuer beginnt für Skudnigg mit der Übernahme der Schulleitung der Volksschule Traiskirchen. Dass sie diesen Schritt gewagt hat, erklärt Skudnigg folgendermaßen: „Die Direktorin der Volksschule Teesdorf, Helga Kapaun, hat mich schon im vergangenen Jahr ermutigt und mich in diese Funktion hineinschnuppern lassen. Denn nach knapp 20 Jahren als Lehrerin habe ich festgestellt, dass es für mich nichts Neues auf dem Gebiet der Pädagogik gibt, das ich ausprobieren könnte. Bis auf den Leiterposten einer Schule.“

Als die Chance kam, sich für die Volksschule Traiskirchen als neue Direktorin zu bewerben, hat Skudnigg diese Möglichkeit auch genutzt. Momentan beschäftigt sie der nahende Schulbeginn und die Frage, „wer mir sagt, wann es bei der Corona-Schulampel von Gelb auf Rot springt. Man muss sehr jonglieren und schauen, wie man die Vorgaben in den Schulalltag einbauen kann. Es ist ganz viel Flexibilität gefragt von uns allen, den Lehrern, Kindern und Eltern.“ Überzeugt ist die Pädagogin jedenfalls davon, „dass Corona mit den Kindern ganz viel emotional und psychisch macht. Es ist wichtig, auf die Psyche der Kinder zu schauen.“ Denn eines dürfe man nicht vergessen: „Die Schule ist die Institution für das Kind. Kinder haben mit ihren Bedürfnissen Vorrang, diese müssen befriedigt werden. Kinder sind das schwächste Glied in der Kette, sie müssen in Ruhe wachsen und sich entwickeln können. Die Schule hat den geeigneten Rahmen dafür zu bieten.“