Tramwaydepot ist bereit zur großen Ausfahrt

Erstellt am 21. Juni 2020 | 05:24
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Elisabeth Portele im Triebwagen des H1 2248. Der Wiener Tramwayverein hat ihn in den Originalzustand des Baujahres 1910, Rekonstruktionszustand 1945, zurückversetzt.
Foto: NOEN
Straßenbahnen werden in Traiskirchen wieder in ihren Originalzustand versetzt.
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Das Holz im Triebwagen H1 2248 ist auf Hochglanz poliert. Die eleganten Leuchtkörper im Jugendstil fallen sofort auf, nur an den Fenstern der Tür, die die erste Klasse von der Plattform trennt, auf der sich einst jene Menschen auf den so genannten Kurzstreckenfahrten zusammendrängten und somit nicht ins Wageninnere durften, entdeckt Elisabeth Portele einige Körnchen Staub.

Die Chefin des Wiener Tramwaymuseums schmunzelt: „Aha, da war die Türe auf der Seite, darum hat man den Schmutz beim Putzen nicht gesehen.“ Denn Portele kümmert sich persönlich darum, dass jeder Straßenbahntriebwagen und jeder Beiwagen jederzeit einen repräsentativen Eindruck macht.

Elisabeth Portele hat gemeinsam mit ihrem Sohn Patrick die Leitung des Wiener Tramwaymuseums (WTM) nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes Helmut Portele übernommen. Sie hat gemeinsam mit ihrem Team an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern dafür gesorgt, dass alle historischen und unter Denkmalschutz stehenden Straßenbahnwaggons 2014 im Gewerbepark Traiskirchen auf dem Gelände der ehemaligen Semperit-Fabrik eine neue Heimat gefunden haben.

Seit 6. Juni läuft wieder der normale Museumsbetrieb, das heißt, Besucher sind im Depot herzlich willkommen.

Was die Besucher dort erwartet und ob in Zukunft Sonderfahrten nach Wien mit historischen Waggons angeboten werden, erfährt Ihr in der Printausgabe der aktuellen Badener NÖN oder im E-Paper - www.noen.at/epaper

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