Familie bei Brand in Sicherheit gebracht!

Obwohl zwei Familienmitglieder dabei verletzt wurden, endete ein Brand im Bezirk Baden in der Nacht auf Mittwoch zum Glück relativ glimpflich. Jedenfalls war es für diese sechsköpfige Familie sicherlich ihr Weihnachtswunder einen Tag vor dem Heiligen Abend.

Erstellt am 23. Dezember 2020 | 14:10

In der Nacht auf den Mittwoch war in n der Wohnküche (im oberen Stockwerk) des Hauses in Traiskirchen-Tribuswinkel ein Brand ausgebrochen, der vom Adventkranz seinen Ausgang nahm. Gegen 1.15 Uhr wurde die Mutter der im Haus wohnenden Familie durch seltsame Geräusche aus dem Schlaf gerissen, vernahm Brandgeruch und weckte ihren Mann sowie danach ihre drei Kinder und die Großmutter.

Nach der Meldung über Notruf 122 erreichte keine 10 Minuten später der Alarm die örtliche Freiwillige Feuerwehr Tribuswinkel und die Nachbarfeuerwehr Pfaffstätten. "Durch die Alarmierung wurden auch zwei Feuerwehrmitglieder geweckt die im selben Straßenzug wohnen, Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Wolfgang Schindler bzw sein Vater Ehrenoberbrandinspektor Viktor Schindler, der genau gegenüber der betroffenen Familie wohnt", wie das Bezirksfeuerwehrkommando Baden in einer Aussendung am Mittwochnachmittag festhielt.

Die beiden vernahmen die Schreie der Familie und eilten zur Hilfe. Zu diesem Zeitpunkt war das obere Stockwerk bereits stark verraucht. Der Familienvater hat noch versucht den Brand zu löschen, was ihm auch gelang.

Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Wolfgang Schindler gab den Hausbewohnern die Anweisung das Gebäude sofort zu verlassen und informierte seine ausrückenden Kameraden über die Lage. Auch die Großmutter die im Erdgeschoß wohnt, konnte sich ins Freie retten.

Als die Feuerwehreinsatzkräfte eintrafen war der Brand bereits gelöscht. Daher wurde durch zwei Atemschutztrupps die Brandstelle in der Wohnküche kontrolliert und alle Fenster geöffnet, um den Brandrauch abführen zu können. Zusätzlich setzte die Feuerwehr auch einen Hochleistungslüfter ein um den Vorgang zu beschleunigen.

Beim Verlassen des Gebäudes stürzte die Mutter und verletzte sich an der Hand. Ihr Mann der gelöscht hatte verletzte sich am Fuß. Die restlichen Familienmitglieder wurden von ihrem Nachbarn während des Einsatzes in seinem Haus aufgenommen. Da nicht bekannt war wie lange die Kinder dem Brandrauch im Obergeschoss ausgesetzt waren, wurden alle Familienmitglieder, bis auf die Großmutter welche sich im nicht verrauchten Erdgeschoss befand, von den Rettungskräften ins Spital zur weiteren Abklärung bzw. weiteren Behandlung der Verletzungen abtransportiert.

Aufgrund der Anzahl der Personen standen drei Rettungstransportfahrzeuge, das Notarzteinsatzfahrzeug, sowie auch der Bezirkseinsatzleiter-Rettungskräfte im Einsatz. Die örtliche Freiwillige Feuerwehr Tribuswinkel unterstützte auch noch die Erhebungen der Polizei bezüglich Brandursachermittlung bevor sie wieder einrücken konnten.

Die ebenfalls alarmierte FF Pfaffstätten kam direkt vor Ort nicht mehr zum Einsatz. Da der Brand durch den Familienvater gelöscht werden konnte, begrenzte sich der Brand auf die Wohnküche. Durch den Brandrauch war jedoch das gesamte Obergeschoss betroffen.

Das Bezirksfeuerwehrkommando Baden hielt zum Abschluss seiner Aussendung fest: "Eines sind sich hier mit Sicherheit Alle einig - ..."wie wäre das wohl ausgegangen, wenn die Familie oder jemand anders den Brand nicht wahrgenommen hätte?"... Jedenfalls kann die Feuerwehr an dieser Stelle immer wieder nur an die Anschaffung von Heim-Rauchmeldern appellieren, welche bereits um wenig Geld zu haben sind!"

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