Traiskirchen verzichtet auf höhere Mieten

Erstellt am 04. April 2022 | 08:37
Lesezeit: 2 Min
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Bürgermeister Andi Babler, SPÖ
Foto: Stadtgemeinde Traiskirchen
Die Preise explodieren, auch bei den Mieten. Deshalb verzichtet die Stadt Traiskirchen für ein Jahr lang auf die per Gesetz vorgeschriebene Indexierung und Wertanpassung der Mieten bei den Gemeindewohnungen.
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Dieser Schritt wurde in der letzten Gemeinderatssitzung beschlossen. Den Dringlichkeitsantrag dazu brachte Stadtchef Andreas Babler, SPÖ, selbst ein. Er betont die Wichtigkeit dieser Maßnahme: „Als Stadt haben wir Sofortmaßnahmen gesetzt, um die Auswirkungen der explodierenden Preise abzufedern. Für viele unserer Mitbürger ist es auch ohne dieser Teuerungswelle schon schwer genug, Monat für Monat durchzukommen. Deshalb haben wir schnelle Maßnahmen gesetzt, Mieterhöhungen ausgesetzt und den Heizkostenzuschuss verdoppelt."

Mit diesem Beschluss verzichtet die Stadt auf rund 192.000 Euro im Jahr. Normalerweise findet die Indexierung alle zwei Jahre statt. "Die gesetzliche Miet-Erhöhung in all unseren Gemeindewohnungen hätte jährliche Mehrkosten in der gewaltigen Höhe von 350-500 Euro pro Wohnung zur Folge gehabt", erläutert Babler. Das dieses Geld jetzt nicht eingefordert wird, davon  würden in Traiskirchen tausende Bewohnerinnen und Bewohner profitieren. Wichtig ist Babler, "dass wir in diesem Bereich unserer eigenen Wohnungen als Stadt selbst handeln können".

Als weitere zielgerichtete Maßnahme verdoppelt die Stadt den Heizkostenzuschuss für alle finanziell benachteiligten Mitbürger, der Zuschuss  macht somit 300 Euro aus. Das helfe effektiv dort, wo viele schon jetzt am Limit seien. 

Babler macht klar: „In unserer Stadt sind das alleine mit diesen beiden Maßnahmen hunderttausende Euro, die hier zur Unterstützung bewegt werden. Im Unterschied zur Bundesregierung machen wir eines vor: Wir reden nicht. Wir handeln.“

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