Verbleibende Impfdosen gehen an Badens Lehrkräfte. Seit wenigen Tagen ist in der Sport- und Veranstaltungshalle in Baden neben einer gut funktionierenden Teststraße auch eine eigene Impfstraße installiert worden. Nun wurde auch entschieden, was mit eventuell verbleibenden Impfdosen dort passiert - sie werden Pädagoginnen und Pädagogen aller Badener Schulen angeboten sowie den Einsatzteams der kritischen Infrastruktur.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 27. März 2021 (19:37)
Die Stadt Baden setzt bei der Aufteilung verbleibender Impfdosen auf Transparenz: Schutz für Bildungsbereich und lebensnotwendige Infrastruktur steht im Vordergrund.
Usercontent, Shutterstock/BaLL LunLa

„Baden als Schul- und Bildungsstadt muss alles dafür tun, dass die im Bildungsbereich tätigen Menschen geschützt werden“, sind Bürgermeister Stefan Szirucsek (ÖVP) und Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grünen) überzeugt. „Das schützt zum einen die Kinder und hilft zum anderen bei der Aufrechterhaltung des Unterrichts.“ Verbleibende Impfdosen werden allen Lehrkräften angeboten, die noch keine Impfung erhalten haben.

Lebensnotwendige Infrastruktur schützen 

Wartelisten wird  es in Baden keine geben. Denn neben den Lehrern sollen eventuell verbleibende Impfdosen auch Mitarbeitern der kritischen Infrastruktur verabreicht werden, heißt es in einer Aussendung der Stadt weiters. 

Begründung: "In der andauernden Pandemie bleibt es Hauptaufgabe der Stadtgemeinde, dafür zu sorgen, dass der Betrieb lebensnotwendiger Infrastruktur wie Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung, Müllabfuhr und dergleichen für die Badener Bevölkerung gesichert ist. Im Sinne des Allgemeinwohles, zu der die verlässliche Versorgung aller Mitbürgerinnen und Mitbürger zählt, werden allenfalls verbleibende Impfdosen in dieser Phase an die Einsatzteams dieser kritischen Infrastruktur – zu der auch die fixe Belegschaft des Teststraßenteams zählt - verabreicht."

Mit den Serviceeinrichtungen der Teststraße sowie der Impfstraße möchte es die Stadtführung vielen Menschen ermöglichen, diese Gesundheitsangebote vor Ort in Anspruch zu nehmen und vor allem den Badener und Badenerinnen einen langen Anfahrtsweg zu ersparen. Die Anmeldungen erfolgen weiterhin ausschließlich über das Notruf NÖ-System, "die Stadtgemeinde hat auf die Anmeldungen keinen Einfluss", wird betont.