Traiskirchen

Erstellt am 06. Dezember 2018, 18:01

von NÖN Redaktion

Fackelherstellung liegt in Familie: Für Beruf brennen. Fackelherstellung grenzt sich von angebotener Ware im Internet ab: Team um Isabella Buryan setzt auf Qualität.

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Ein altes Handwerk lebt in Tribuswinkel weiter: Seit fünf Generationen hat sich die Familie Buryan der Herstellung von Fackeln verschrieben. Zunächst im steirischen Veitsch gegründet, übersiedelte der Betrieb mitsamt Herkunftsnamen als „Veitscher Fackelwerk“ in den Bezirk Baden, wo das Familienunternehmen seither in einem ehemaligen Nebengebäude des Schlosses Tribuswinkel produziert.

Die Fackelherstellung erfordert dabei viel Handarbeit. Zunächst werden acht bis zehn Dochte zusammengepresst. „Dadurch sind unsere Fackeln windbeständig – im Gegensatz von im Internet angebotener Ware aus China, deren mangelhaftes Material auch oft beim Abbrennen abbricht“ weiß Edith Buryan, die großen Wert auf Qualität legt.

Für den weiteren Herstellungsprozess steht eine 1952 angeschaffte, archaisch anmutende Maschine zur Verfügung. Über zwei große Rollen werden die Dochte durch eine Wanne mit erhitztem Paraffin gezogen. Mit jeder Umdrehung wird die Wachsschicht dicker. Die Stränge werden sodann abgeschnitten, auf eine meterlange Werkbank gezogen und händisch zugeschnitten sowie umwickelt. „Unsere Kunden schätzen unsere Fackeln, weil sie im Gegensatz zur Billigware aus Fernost beim Abbrennen weder rauschen noch stinken“ ist Buryan stolz.