Künstler Thomas Zinnbauer kämpft sich zurück. Politpensionist Thomas Zinnbauer (54) eröffnet heuer neues Atelier in Tribuswinkel.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 08. Juni 2020 (05:23)

Die letzten zwei Jahre waren für den Traiskirchner Künstler Thomas Zinnbauer eine schwere Zeit. Nach einer Operation wegen einer Skoliose an der Wirbelsäule war trotz Rehab-Aufenthalten nicht sicher, ob er jemals wieder gehen könne – aber mit viel Willenskraft ist er nunmehr nicht ständig auf den Rollstuhl angewiesen. Was ihn aber besonders plagt, ist ein Nervenleiden von Kopf bis Fuß, das trotz starker Medikamente massive Schmerzen verursacht.

Dazu kam die Scheidung, die ihn sehr getroffen hat und obendrein stand er bei der Gemeinderatswahl nicht mehr auf der SPÖ-Liste. Zuvor war er 20 Jahre lang Gemeinderat. „Ich definiere mich nicht als Politiker, sondern als Künstler“, nimmt er die Entscheidung der SPÖ zur Kenntnis.

Und als Künstler wolle er nun neu durchstarten. Er musste sein Atelier am Hauptplatz in Traiskirchen aufgeben, hat aber dank seiner Schwester in Tribuswinkel eine neue Bleibe gefunden. In der Kornfeldgasse 16b ist Zinnbauer damit beschäftigt, sein „Kunsthaus Immerland“ trotz Handicaps neu aufzubauen. Das Atelier ist bereits fertig, alle Bilder sind übersiedelt. Im Herbst plant er am „Tag der offenen Ateliers“ die Wiedereröffnung. „Ich möchte einmal noch Gas geben“, kündigt er an.

Zinnbauer schätzt sich glücklich, dass ihn seine Partner weiterhin unterstützen, etwa Kaffeeröster Oliver Kanzi, Optiker Philipp Bischel, Auto Ebner und Winzer Andreas Heggenberger.