„Zugsunglück“ in Vöslau war Übung. 79 Einsatzkräfte, Rotes Kreuz, Feuerwehr und Polizei arbeiteten zusammen.

Von Stefan Jedlicka. Erstellt am 02. November 2016 (05:39)
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Ein Triebwagen, ein LKW und mehrere PKW waren in den Unfall verwickelt.
Verena Lassak & Daniel Wirth - Freiwillige Feuerwehr Stadt Bad Vöslau

Eine S-Bahn-Garnitur, die im Bahnhofsbereich einen Lastwagen rammt, der durch ein missglücktes Rangiermanöver plötzlich auf die Schienen gerollt war. Unter dieser spektakulären Übungsannahme wurde in Bad Vöslau die Zusammenarbeit für den Ernstfall geprobt.

55 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Großau, Gainfarn, Bad Vöslau und Sooß, 14 Mitglieder des Roten Kreuz Bad Vöslau und Berndorf, sieben Beamte der Polizei Vöslau und Baden sowie drei Mitarbeiter der ÖBB standen im Einsatz.

Nach knapp zwei Stunden Übung erfolgreich beendet 

Weitere LKW und mehrere PKW waren in Mitleidenschaft gezogen worden, eine in der Garnitur mitfahrende Schulklasse wurde durch den unerwarteten heftigen Aufprall von den Sitzen geschleudert und unterschiedlich stark verletzt. Da die Oberleitung noch unter Strom stand und aus einem beschädigten Lastwagen eine große Menge Dieselkraftstoff austrat, galt es so rasch wie möglich den Zug zu evakuieren und die Verletzten den Sanitätern zu übergeben.

Eingeklemmte Personen mussten aus den PKW geborgen werden. Ebenso der LKW-Fahrer. Die Verletzten wurden in einer vom Roten Kreuz Bad Vöslau und Berndorf eingerichteten Sanitätshilfsstelle versorgt. Nach knapp zwei Stunden konnte die Übung schließlich erfolgreich beendet werden.