Freispruch für angeklagten Familienvater. Inzestvorwurf der eigenen Tochter stellte sich als unwahr heraus.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 01. März 2018 (17:47)
NOEN, Steinbock
Erfolg für Rechtsanwalt Christian Hirsch, der den 51-jährigen Familienvater vor Gericht verteidigte und einen Freispruch erzielte.

Wegen sexuellen Missbrauchs stand kürzlich ein 51-jähriger Familienvater vor Gericht. Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, dreimal Geschlechtsverkehr mit seiner eigenen, mittlerweile 21-jährigen Tochter, gehabt zu haben. Auch habe die Ex-Frau das Familienleben als sehr zerrüttet beschrieben, so die Staatsanwaltschaft.

"2017 kam dann völlig überraschend die Ladung zur Polizei"

Verteidiger Christian Hirsch legte eine CD mit 5.000 Fotos von schönen Urlauben und Festen vor. „Das schaut gar nicht zerrüttet aus“, so der Anwalt. Ein Teil der Kinder zog nach der einvernehmlichen Scheidung zum Vater, der Rest blieb bei der Mutter. „Und 2017 kam dann völlig überraschend die Ladung zur Polizei. Mittlerweile hatte der Angeklagte wieder geheiratet, was von der Tochter nicht gutgeheißen wurde.“

Eine vom Opfer angegeben sexuelle Handlung mit dem Vater sei gar nicht möglich gewesen, da der zu dieser Zeit nachweislich im Büro war. Außerdem habe sich die junge Frau ausführlich mit einem Buch über Missbrauchsfälle beschäftigt und dem Vater in mehreren Briefen mitgeteilt, dass sie ihn hasse.

Der Mann wurde von den Schöffen freigesprochen.