Baden: Erstklassige Gulda-Hommage. Die Badener Konzertreihe Tritonus von Norbert Pfafflmeyer würdigte kürzlich den unvergesslichen Friedrich Gulda (1930-2000), der im Vorjahr 90. Geburtstag hatte.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 03. Juli 2021 (18:06)

Der Aufwand für dieses Konzert im Congress Center Baden war enorm – sechs erstklassige Solisten, das Philharmonische Orchester Gyór mit 60 Musikern und ein Programm, das man sonst nirgends hört.

Zum Start Guldas Golowinlieder, stark interpretiert von Bassist Wolfgang Bankl, der fortan bei den weiteren Programmpunkten im Konzert auf seinen geliebten E-Bass umstieg. Phänomenal war kurz darauf Cellistin Carola Jonas-Krebs beim unglaublichen Konzert für Violoncello & Blasorchester, einem bunten Strauß an unterschiedlichen Musikrichtungen - von Rock, Jazz bis Blasmusik. 

Tenor Jörg Schneider brillierte mit der Liebeserklärung Guldas an „Nina Carina". Yuko Batik verzauberte sodann am Klavier mit den hoch anspruchsvollen „Variations“. Friedrich Gulda sagte selbst einst über sein Stück: "Der Prüfstein. Wer hier entspricht, ist ein erstklassiger Pianist und erstklassiger Musiker." 

Höhepunkt des Abends war das „Concerto for myself“, bei dem sich Pianist Roland Batik, Schlagzeuger Michael Honzak sowie das Orchester unter Norbert Pfafflmeyer in einem wahren Spielrausch spielten und mit ihrer Spielfreude das Badener Publikum, darunter Paul Gulda, einem der zwei Söhne von Friedrich Gulda, zu Standing Ovations hinrissen.

Fazit: Eine mehr als würdige Gulda-Hommage!