Ruf der Oper in Baden

Erstellt am 17. Juni 2022 | 05:34
Lesezeit: 3 Min
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Norbert Pfafflmeyer widmet sich einigen Ouvertüren.
Foto: foto-schörg.at
Ouvertüren von Mozart bis Kabalewski am 18. Juni um 19.30 Uhr im Casino-Festsaal. Es spielen die Brünner Philharmoniker.
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Aller guten Dinge sind drei, also bietet „Tritonus“ nach zwei sehr erfolgreichen Ouvertüre-Konzerten ein drittes. An Ouvertüren gibt es eine Riesenauswahl – hatte doch jede Oper von Anbeginn eine Ouvertüre. Besonders in der Romantik, im 19. Jahrhundert, wurden viele komponiert, in denen die musikalischen Höhepunkte der Oper als musikalische Appetitmacher vorweggenommen wurden.

Auf dem Programm des Tritonus-Konzertes im großen Festsaal des Congress Casinos Baden stehen neun Ouvertüren. Es spielen die Brünner Philharmoniker unter der Leitung von Norbert Pfafflmeyer. Den Beginn macht die Ouvertüre zu Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“. Ludwig van Beethoven, aus dessen Hand nur eine Oper, „Fidelio“, existiert, hat mehrere Sprechstücke mit Musik bereichert. Eine derartige Schauspielmusik ist jene zu Goethes Trauerspiel „Egmont“, op. 84, im Jänner 1812 in Wien uraufgeführt, ein beliebtes Konzertstück.

Carl Maria von Weber komponierte seine letzte Oper „Oberon“ für das Londoner Opernhaus Covent Garden. Weber reiste zur Einstudierung und Uraufführung am 12. April 1826 nach London, konnte einen großen Erfolg seines Werkes erleben, starb aber kurz darauf am 5. Juni. Richard Wagner schrieb als dritte Oper „Rienzi“, mit einem altrömischen Sujet. Rienzi erlebte, nachdem Wagner von 1837 bis 1840 daran gearbeitet hatte, seine Uraufführung am 20. Oktober 1842 in Dresden.

Giuseppe Verdis „Nabucco“ wurde am 9. März 1842 an der Scala di Milano triumphal uraufgeführt. Gioacchino Rossini war einer der erfolgreichsten Komponisten, der bis 1830 weit über 40 Opern komponierte. Seine letzte Oper, „Guilleaume Tell“, uraufgeführt am 3. August 1829, war seine letzte Komposition, abgesehen von Alterswerken wie „Stabat mater“.

Franz von Suppè‘s „Die schöne Galathée“ erlebte ihre Uraufführung 1865 am Wiener Carltheater. Nico Dostals Scherzo-Ouvertüre „Fröhliches Spiel“ ist eines seiner wenigen Instrumentalstücke. Dmitri Kabalewski machte sich in der Sowjetunion einen guten Namen, indem er sich für die musikalische Jugendbildung stark machte. Seine Oper „Kola Brjun’on“ nach der Erzählung „Colas Breugnon“ von Romain Rolland op. 24 entstand 1932.

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